Filigran und brachial: Zwei Traumtore auf arktischem Rumpelacker
Aktualisiert

Filigran und brachialZwei Traumtore auf arktischem Rumpelacker

Bei minus zwölf Grad und katastrophalen Platzbedingungen ist Fussball meist nur Kampf und Krampf. Beim 1:1 zwischen Rubin Kasan und dem VfL Wolfsburg erwärmten aber zwei Traumtore die Herzen der Zuschauer.

von
pre

Misimovics Ausgleich ins Lattenkreuz. (Quelle: Youtube)

Nur 9000 Zuschauer - 23 mitgereiste Wolfsburger - fanden am Donnerstagabend den Weg ins eiskalte Zentralstadion von Kasan. Das kälteresistente Publikum kam aber trotzdem auf seine Kosten, denn Rubin Kasan und der VfL Wolfsburg boten im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League auf dem holprigen Terrain eine erstaunlich gute Partie. Mit viel Engagement trotzten die beiden Teams dem gefrorenen Platz und den eisigen Temperaturen.

Nach einer halben Stunde bezwang Rubins Christian Noboa Marwin Hitz, den Schweizer Torhüter in Diensten der Wolfsburger, zum 1:0. Der Ecuadorianer schloss einen herrlichen Spielzug per Kopf ab. Vor allem die geschnibbelte Flanke von der Strafraumgrenze war in Anbetracht der katastrophalen Platzbediungenungen eine besondere Augenweide.

Misimovics Strich in den Winkel

Wolfsburg geriet auch in der zweiten Halbzeit arg unter Druck, doch Hitz hielt die Deutschen mit seinen starken Paraden im Spiel. In der 67. Minute dann der Auftritt von Zvjezdan Misimovic. Der Bosnier, der vor dem Spiel offen über einen Wechsel nach Schalke gesprochen hatte und so die Gemüter der VfL-Verantwortlichen erhitzte, besorgte mit einem Strich vom Sechzehner den Ausgleich. Rubin-Keeper Ryschikow blieb beim Bananenball in den Winkel ohne Abwehrchance. Mit diesem 1:1 haben sich die «Wölfe» eine hervorragende Ausgangsposition fürs Rückspiel geschaffen.

Kasans Führungstreffer nach herrlicher Ballstafette$$VIDEO$$(Quelle: Youtube)

Deine Meinung