Gericht bestätigt Entlassung – Zwei US-Polizisten fangen lieber Pokemon als Räuber
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Gericht bestätigt EntlassungZwei US-Polizisten fangen lieber Pokemon als Räuber

Anstatt sich um einen Hilferuf aus einem Kaufhaus zu kümmern, machten sich zwei Polizisten in Los Angeles auf die Suche nach einem seltenen Pokemon-Wesen.

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Die Jagd nach einem «Relaxo» und einem «Togetic» wurde zwei Polizisten in Los Angeles zum Verhängnis.

Die Jagd nach einem «Relaxo» und einem «Togetic» wurde zwei Polizisten in Los Angeles zum Verhängnis.

AFP/Frederic J Brown
Das Spiel Pokemon wurde 2016 weltweit zu einem Hit.

Das Spiel Pokemon wurde 2016 weltweit zu einem Hit.

AFP/Daniel Shih
Die beiden Polizisten wurden entlassen.

Die beiden Polizisten wurden entlassen.

AFP/Thomas Samson

Darum gehts

  • Als zwei Polizisten in Los Angeles einen Hilferuf aus einem Kaufhaus erhielten, machten sie sich lieber auf die Suche nach einem Pokemon.

  • Daraufhin wurden sie entlassen.

  • Das kalifornische Berufungsgericht bestätigte ihre Entlassung.

Zwei US-Polizisten sind entlassen worden, weil sie offenbar lieber auf Pokemon-Jagd gegangen sind, als auf einen Raubüberfall zu reagieren. Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Kalifornien bestätigte ihre Entlassung, nachdem die beiden Beamten diese angefochten hatten. Den Gerichtsdokumenten zufolge hatten die beiden Männer im April 2017 einen Hilferuf aus einem Kaufhaus ignoriert, um stattdessen die Fantasiewesen in dem Spiel Pokemon Go mit ihrem Handy zu fangen.

Pokemon Go war 2016 veröffentlicht worden und hatte einen weltweiten Hype ausgelöst. Spielerinnen und Spieler können mithilfe ihres Smartphones in der realen Welt auf die Jagd nach den Pokemon gehen, die an verschiedenen Orten auf einer Karte auftauchen. Zudem können die Spielerinnen und Spieler in Wettkämpfen die Pokemon gegeneinander antreten lassen.

Berufung gescheitert, Entlassung bestätigt

Aufzeichnungen der Gespräche im Polizeiauto zeigten, wie ein Beamter den anderen kurz nach der Alarmierung wegen des Raubüberfalls darüber informierte, dass ein seltenes «Relaxo»-Pokemon auf seinem Bildschirm aufgetaucht war. Die beiden beschlossen daraufhin, zu der Stelle zu fahren, um das Fantasiewesen zu fangen. Während der nächsten 20 Minuten diskutierten die Beamten offenbar über Pokemon, während sie verschiedene Orte aufsuchten, an denen immer neue virtuelle Kreaturen auftauchten.

Während sie das «Relaxo» erfolgreich einfangen konnten, war ein «Togetic» offenbar schwerer zu bändigen. In den Dokumenten ist zu lesen, wie ein Beamter ausdrucksstark fluchte, während er auf seinem Handy gegen das Pokemon kämpfte.

Nach dem Vorfall wurden beide Männer wegen mehrfachen Fehlverhaltens angeklagt. Sie gaben zu, nicht auf den Überfallanruf reagiert zu haben, bestritten aber, Pokemon Go gespielt zu haben. In den Disziplinaranhörungen bestanden die beiden darauf, dass sie lediglich über das Spiel diskutiert hätten, und fochten die Entlassung durch die Stadt Los Angeles an. Das kalifornische Berufungsgericht schenkte ihren Erklärungen jedoch keinen Glauben und bestätigte ihre Entlassungen.

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(AFP/chk)

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