20 Personen involviert: Zwei Verletzte nach Massenschlägerei im Jade
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20 Personen involviertZwei Verletzte nach Massenschlägerei im Jade

Schon wieder hat es im Zürcher Club Jade gekracht: Eine Schlägerei mit 20 Beteiligten forderte zwei Verletzte. Laut Polizei wurden Flaschen geworfen und Pfefferspray eingesetzt.

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num/hvw

Chaotische Szenen in der Nacht auf Sonntag um 3 Uhr beim Jade an der Brandschenkestrasse in Zürich. Die Partygänger verliessen fluchtartig den Club, wo gerade die Blackmusic-Party Snapjack im Gang war. Grund: laut Polizei eine Auseinandersetzung zwischen rund 20 Personen. Eine Person setzte eine Flasche als Wurfgeschoss ein und im Eingangsbereich wurde Pfefferspray versprüht.

Als die Polizei ankam, fand sie eine unübersichtliche Lage vor. 20 Personen seien befragt worden. Gröbere Verletzungen wies keiner der Beteiligten auf. Laut Polizeisprecher Marco Cortesi sind zwei Personen ambulant im Spital behandelt worden. «Einer hatte eine Beule im Gesicht, der andere ein paar Kratzer.»

Schon zweite Schlägerei

Eine Augenzeugin sagt: «Der Club war viel zu voll, die Leute standen dicht gedrängt, man konnte sich kaum bewegen.» Immer wieder sei es zu Provokationen zwischen verschiedenen Gruppen gekommen. «Ich verstehe nicht, warum sie die Leute nur verwarnt und nicht rausgeworfen haben. Dann hätte eine Eskalation verhindert werden können.»

Es ist nicht der erste Zwischenfall im Jade: Im vergangenen Dezember kam es an einer Balkan-Party zu einer wüsten Auseinandersetzung. Ein Schweizer (25) und ein Kosovare (26) erlitten bei einer Keilerei lebensgefährliche Stichverletzungen. Ein anderer Schweizer (21) zog sich schwere Kopfverletzungen zu, vier weitere Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt.

«Auflagen eingehalten»

Ein Mitglied der Jade-Geschäftsleitung nimmt zur jüngsten Schlägerei Stellung: «Seit dem Vorfall im Dezember sind wir auf solche Ereignisse sensibilisiert und haben nach Ausbruch der Auseinandersetzung die Polizei gerufen und den Club für diese Nacht geschlossen.» Es sei glücklicherweise niemand schwer verletzt worden. Der Club sei nicht überfüllt gewesen, man halte sich an die strengen Auflagen.

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