26.04.2014 10:13

RB LeipzigZweite Bundesliga? Nicht mit diesem Logo

Geld verleiht Flügel: RB Leipzig ist drauf und dran, in die zweite Bundesliga aufzusteigen – aber nur mit einem neuen Logo. Red Bull ist dem Verband nämlich ein Dorn im Auge.

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Am Wochenende kann Rasen-Ballsport Leipzig ein weiteres Teilstück auf dem angestrebten Weg in die Bundesliga zurücklegen: Gewinnt der Drittligist bei Hansa Rostock und verliert Darmstadt gegen Erfurt, dann ist der Aufstieg in die zweite Liga perfekt. Zumindest sportlich. Denn die Lizenzvergabe der Deutschen Fussballliga ist bisher nur unter Auflagen erfolgt. Um das Ticket zu bekommen, muss der Arbeitgeber des ehemaligen Nationaltorhüters Fabio Coltorti drei Bedingungen erfüllen.

Die erste betrifft das Vereinslogo, das – nicht nur den Verband – an den Getränkehersteller Red Bull erinnert, der seit 2009 eine dreistellige Millionensumme investiert haben soll. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Sachsen mit der Begründung, RB stehe für Rasen-Ballsport, von der fünften bis in die dritte Liga durchgespielt. Endgültig im Profifussball angekommen, geht es dem Logo nun an den Kragen. Über die Forderungen, wie das Emblem künftig aussehen soll, sind keine Details bekannt.

800 Euro Mitgliederbeitrag

Ein weiterer Dorn im Auge ist dem Verband die Führungsetage des neureichen Klubs aus Sachsen. Denn dort sitzen Mitarbeiter und Abgeordnete des österreichischen Getränkeherstellers. Zudem soll der Mitgliederbeitrag gesenkt werden. Aktuell liegt der Jahresbeitrag bei stolzen 800 Euro, bei Neumitgliedern kommt eine einmalige Aufnahmegebühr von 100 Euro dazu. Bis zum 28. Mai hat Sportchef Ralf Rangnick Zeit, die Auflagen zu erfüllen. Gemäss der «Welt» ist es wahrscheinlich, dass RB Beschwerde einlegt.

Was viele nicht wissen: Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hatte sich ursprünglich einen anderen Klub ausgesucht. Bereits im Herbst 2006 wollte er in Leipzig Fuss fassen, beim FC Sachsen Leipzig, dem zweitgrössten Verein der Stadt. Doch der Deal scheiterte, weil sich die Vereinsmitglieder querstellten. Drei Jahre später klopfte man beim SSV Markranstäd, einem Fünftligisten, der 13 Kilometer östlich von Leipzig beheimatet ist, an.

Deutschland verbietet Red Bull als Klubname

Aus diesem wurde dann Rasen-Ballsport. Der Klub trat den Investoren den Platz in der Oberliga ab. Eigentlich hätte das neue Spielzeug Red Bull Leipzig heissen sollen. Doch nach deutschem Vereinsrecht haben Firmennamen dort nichts zu suchen. Nicht so wie in den USA und im Mutterland des Milliardenkonzerns, wo es Red Bull New York und Red Bull Salzburg gibt.

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