Leuenberger: «Zweite Gotthardröhre ist machbar»

Aktualisiert

Leuenberger«Zweite Gotthardröhre ist machbar»

Ein zweiter Strassentunnel durch den Gotthard kann unter gewissen Bedingungen gebaut werden, ohne dass Gesetz oder Verfassung verletzt würden. Das sagt Bundesrat Moritz Leuen­berger im Interview mit der «SonntagsZeitung».

Bundesrat Leuenbergt erläutert erstmals, ­warum und wie das möglich ­wäre: «Die Röhren dürften nur je ­eine Fahrspur haben, und die maxi­male Fahrgeschwindigkeit von heute 80 Kilometer pro Stunde dürfte nicht erhöht werden.»

Mit seiner Ansicht widerspricht der SP-Bundesrat unter anderem dem Verein Alpen-Initiative, der wiederholt betont hat, eine zweite Röhre sei auf jeden Fall verfassungswidrig.

Leuenberger betont aber auch, dass die zweite Röhre weiterhin nicht sein Ziel sei. Skeptisch zeigt er sich gegenüber einer allfälligen privaten Finanzierung des Bauwerks. Prioritär ist für den Verkehrs­minister die Verlagerung des Lastwagenverkehrs auf die Schiene.

Leuenberger will nicht warten, bis die Alpenländer und das Schweizer Parlament ihren Segen zu ­einer Alpentransitbörse geben, er plant ein Pilotprojekt: «Wir wollen das vorantreiben und bereiten es für die Gotthardachse vor», sagt er im Interview mit der «SonntagsZeitung». Bereits ab 2011 könn­ten Durchfahrtsrechte für den Schwerverkehr an einer solchen Börse gehandelt werden

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