Giro d'Italia: Zweiter Etappensieg für Gilbert
Aktualisiert

Giro d'ItaliaZweiter Etappensieg für Gilbert

Philippe Gilbert gewinnt seine zweite Etappe am diesjährigen Giro d'Italia. Alberto Contador baut den Vorsprung an der Spitze weiter aus.

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21. Etappe, 31. Mai 2015Ein Gläschen für den Sieger: Alberto Contador geniesst die Fahrt nach Mailand, wo er sich zum zweiten Mal als Giro-Gewinner feiern lassen darf.

21. Etappe, 31. Mai 2015Ein Gläschen für den Sieger: Alberto Contador geniesst die Fahrt nach Mailand, wo er sich zum zweiten Mal als Giro-Gewinner feiern lassen darf.

Claudio Peri
Die Schlussetappe geht an den belgischen Sixdays-Spezialisten Iljo Keisse.

Die Schlussetappe geht an den belgischen Sixdays-Spezialisten Iljo Keisse.

AP/Antonio Calanni
20. Etappe, 30. Mai 2015Fabio Aru gewinnt die zweite Etappe in Folge. Er macht zwar Zeit auf Leader Alberto Contador gut, schafft es aber nicht, den Spanier vom Thron zu stürzen.

20. Etappe, 30. Mai 2015Fabio Aru gewinnt die zweite Etappe in Folge. Er macht zwar Zeit auf Leader Alberto Contador gut, schafft es aber nicht, den Spanier vom Thron zu stürzen.

AFP/luk Benies

Gilbert, der Strassen-Weltmeister von 2012 und Captain des amerikanisch-schweizerischen Teams BMC, siegte 47 Sekunden vor dem Italiener Francesco Manuel Bongiorno sowie 1:01 Minuten vor dem Franzosen Sylvain Chavanel vom Schweizer IAM-Team. Der 32-jährige Gilbert, der 19 km vor dem Ziel in der langen Abfahrt des einzigen Hindernisses ausriss, hatte bereits das zwölfte Teilstück nach Vicenza für sich entschieden.

Im Kampf um den Gesamtsieg könnte der Spanier Alberto Contador seinen ärgsten Konkurrenten den entscheidenden Schlag versetzt haben. Der Leader nahm seinen ersten Verfolgern Mikel Landa und Fabio Aru vom Astana-Team nach einem Angriff am Monte Ologno, dem einzigen Hindernis des Tages, über eine Minute ab.

Bergankunft in Cervinia

Contador dominiert die erste grosse Rundfahrt des Jahres nach belieben. Er liegt nun 5:15 Minuten vor seinem Landsmann Landa und 6:05 Minuten vor dem Italiener Aru. Der zweite Gesamtsieg am Giro nach 2008 dürfte Contador auf den verbleibenden drei Etappen kaum mehr zu entreissen sein.

Neue Freunde dürfte sich Contador auf dem 170 km langen Teilstück, das von der Schweiz (Melide) wieder nach Italien zurückführte und am Lago Maggiore zu Ende ging, keine gemacht haben. Der Spanier von Tinkoff-Saxo griff an, nachdem der Gesamtzweite Landa durch einen Sturz anderer Fahrer am Fuss des Berges aufgehalten worden war. Im Radsport ist eine Attacke nach einem solchen Zwischenfall eigentlich verpönt.

Am Freitag steht die zweitletzte harte Prüfung im Programm. Die 19. Etappe mit Start in Gravellona Toce führt über 236 km und endet mit einer Bergankunft in Cervinia. Davor sind zwei weitere Steigungen der 1. Kategorie zu bewältigen. (si)

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