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Hinrichtung im Iran

Zweiter iranischer Ringer (29) soll gehängt werden

Im Iran gehen die Wogen nach einem Todesurteil gegen den Ringer Mehdi Ali Hosseini hoch. Er soll 2015 einen Jugendlichen im Streit getötet haben.

Darum gehts

  • Im Iran soll der zweite Ringer innert 5 Monaten hingerichtet werden.

  • Mehdi Ali Hosseini wird vorgeworfen, einen Jugendlichen getötet zu haben.

  • Der 29-Jährige soll gehängt werden.

  • Menschenrechts-Organisationen versuchen, das zu verhindern.

  • Auch das Internationale Olympische Komitee will helfen.

Aufregung im Kampfsport: Nach Navid Afkari soll ein zweiter iranischer Ringer in seiner Heimat hingerichtet werden. Afkari starb im September des Vorjahres, eine Protestwelle konnte seinen Tod nicht verhindern.

Nun gibt es einen neuen Fall, der beängstigende Parallelen aufweist. Mehdi Ali Hosseini wurde mit nur 29 Jahren zum Tode verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, 2015 einen Jugendlichen bei einer Schlägerei im Streit getötet zu haben.

Ein Entscheid der Familie

Nach dem Talionsgesetz hat sich die Familie entschieden, den Verlust durch den Tod Hosseinis zu bestrafen. Berühmte Sportler und Menschenrechts-Organisationen wollen Hosseini zur Hilfe eilen, bitten die Familie des Verstorbenen um Einsicht. Berühmtester Fürsprecher des verurteilten: Hamid Surian, der in London Ringen-Olympiagold holte.

Kommt es zu keinem Umdenken der Familie, führt an der Hinrichtung aber wohl wie schon im Fall Afkari kein Weg vorbei. Auch er soll gehängt werden. Afkari wurde vorgeworfen, einen Sicherheitsbeamten getötet zu haben. Auch ihm eilten berühmte Sportler und sogar das Internationale Olympische Komitee zur Hilfe – ohne Erfolg. Das IOK will nun mit möglichen Sanktionen gegen das iranische Komitee Druck ausüben.

(heute.at/hua)

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