Rücktritt: Zweites Karrieren-Ende für Justine Henin
Aktualisiert

RücktrittZweites Karrieren-Ende für Justine Henin

Justine Henin beendet ihre Karriere zum zweiten Mal und nun definitiv. Chronische Schmerzen im Ellbogen zwingen die ehemalige Weltranglisten-Erste zu diesem Schritt.

Justine Henin tritt endgültig von der Tennis-Bühne ab.

Justine Henin tritt endgültig von der Tennis-Bühne ab.

Die Belgierin verspürt chronische Schmerzen im Ellbogen, wie sie in einem offenen Brief an die Leser der belgischen Zeitung «Le Soir» sagte. Henin war in Melbourne in der dritten Runde gegen Swetlana Kusnezowa ausgeschieden und hatte sich anschliessend verschiedenen Untersuchungen unterzogen. Diese zeigten auf, dass die Schwierigkeiten am Ellbogen wieder grösser geworden sind, respektive kaum Aussicht auf Besserung besteht.

Die Filigrantechnikerin war nach fast zweijähriger Pause im Januar 2010 auf die Tour zurückgekehrt und hatte beim Australian Open sogleich das Endspiel erreicht. In Wimbledon stürzte sie dann und zog sich eine Bänderverletzung im rechten Ellbogen zu, die sie zu einer Pause bis zum Jahresende zwang.

Die Hoffnung, welche nun Anfang Jahr aufgekommen war, erwies sich als von kurzer Dauer. «Ich wusste nach Wimbledon, dass es sehr schwer werden würde, aber ich wollte mich durchbeissen. Heute ist nun aber klar, dass mein Ellbogen zu fragil ist, um meine Leidenschaft und meinen Beruf auf höchstem Niveau auszuüben. Ich habe die letzten Wochen jeden Tag ein wenig mehr gelitten.»

Die Belgierin wird dem Publikum vor allem als jene Frau in Erinnerung bringen, die sich aus dem «Stil-Einheitsbrei» der letzten Jahre mit ihrem spielerisch-leichten Tennis abhob und die wohl schönste einhändige Rückhand aller Zeiten auf der Frauen-Tour zelebrierte. Trotz ihrer Erfolge war sie aber insgesamt deutlich weniger populär als ihre Landsfrau Kim Clijsters. (si)

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