Aktualisiert 17.09.2007 16:00

Zweitligist Binningen zieht das grosse Los

In den Sechzehntelfinals des Swisscom Cups kommt es zu drei Duellen zwischen einem David aus der 2. Liga und einem Goliath aus der Super League. Dazu sorgen verschiedene Lokalderbys für Spannung.

Glücksfee gespielt für die Baselbieter aus Binningen hatte im Bluewin-Tower in Zürich André Kym, der bei der letzten Auslosung als Kassier des Zürcher 3.-Liga-Vereins FC Herrliberg gejubelt hatte. Die Herrliberger waren am Wochenende gegen Schweizer Meister Zürich zwar mit 0:6 aus dem Wettbewerb ausgeschieden, doch als Finanzchef war ihm am Montag dennoch zum Feiern zu Mute. «Es war das Grösste, was Herrliberg je erlebt hat. Mit 3750 Zuschauern hatten wir sogar mehr Leute im Dorf als beim Empfang von Bundesrat Christoph Blocher. Unter dem Strich dürften uns 20 bis 25 000 Franken Reingewinn bleiben.»

Mindestens auf einen solchen Betrag darf sich nun auch Jürg Suter, der Präsident des SC Binningen freuen. Die Offerte für eine 4000-plätzige Zusatztribüne war vorsorglicherweise bereits vor der letzten Auslosung eingeholt worden. Sie musste damals noch nicht bestellt werden, weil es in der ersten Hauptrunde vorerst galt, den Zweitligisten Orpund (2:1) auszuschalten. Nun aber geht die grosse Planung los. Die ersten Gespräche mit den FCB-Verantwortlichen fanden gestern unmittelbar nach der Ziehung statt.

Schon Aarau eliminiert

«Vor etwa 30 Jahren konnten wir den damaligen NLB-Verein Aarau in der ersten Runde aus dem Cup werfen. Vielleicht gelingt uns auch heuer wieder eine Überraschung», sagt Suter, der sich den FCB - spasseshalber - eigentlich erst für den Achtelfinal gewünscht hatte.

Colombier gegen Yverdon

Der andere, noch im Wettbewerb verbliebene Zweitligist hatte etwas weniger Glück als die Binninger: Der FC Colombier erhält Besuch vom Kantonsrivalen Yverdon. Besser erging es dem interregionalen Zweitligisten Racing Club Genf, der auf ASL-Aufsteiger Neuchâtel Xamax trifft und nach dem Rauswurf von La Chaux-de-Fonds (4:1) auf eine erneute Überraschung hofft.

Angstgegner für GC

Die gestrige Auslosung bescherte den Grasshoppers einen Gegner, der mit unangenehmen Erinnerungen verbunden ist: Schon vor zwei Jahren trafen die Stadtzürcher mit Trainer Hanspeter Latour auf den FC Winterthur und schieden nach drei Toren von Winti-Stürmer Patrick Bengondo mit 2:4 aus. Das Gesicht des GC-Vertreters gestern bei der Auslosung zeigte deutlich, dass der starke Nachbar aus der Challenge League nicht als Wunschgegner bezeichnet werden kann.

Diverse Kantons-Derbys

Zu weiteren spannenden Kantons-Derbys kommt es im Tessin, wo die Traditionsvereine Chiasso und Lugano aufeinandertreffen, in St. Gallen, wo Challenge-League-Aufsteiger Gossau den FC St. Gallen empfängt und im Waadtland (Baulmes - Lausanne-Sport).

FCZ reist nach Basel

Kantonsnachbarn treffen bei Langenthal - Luzern, Stade Nyonnais - Servette, Kriens - Aarau und Schaffhausen - Wil aufeinander. Schweizer Meister FC Zürich muss derweil nach Basel reisen, wo er beim «kleinen FCB» Concordia antreten muss.

Die Sechzehntelfinal-Paarungen:

Racing Genève (2.) - Neuchâtel Xamax

Langenthal (2.) - Luzern

Binningen (2.) - Basel

Etoile Carouge (1.) - Sion

Cham (ChL) - Thun

Kriens (ChL) - Aarau

Locarno (ChL) - Young Boys

Gossau (ChL) - St. Gallen

Winterthur (ChL) - Grasshoppers

Concordia Basel (ChL) - FC Zürich

Colombier (2.) - Yverdon (ChL)

Baulmes (1.) - Lausanne-Sport (ChL)

Nyon (1.) - Servette (ChL)

Chiasso (ChL) - Lugano (ChL)

Wohlen (ChL) - Bellinzona (ChL)

Schaffhausen (ChL) - Wil (ChL)

Die Partien finden am Wochenende vom 20./21. Oktober statt.

(mat)

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