Aktualisiert 10.04.2005 23:36

«Zwergenaufstand» bei Nestlé zeigt Wirkung

Der Verwaltungsrat der Nestlé droht mit Rücktritt, sollten ihm die Aktionäre die Gefolgschaft verweigern.

Der Streit um das Doppelmandat von Peter Brabeck wird immer heftiger. Am Donnerstag soll der Konzernchef eigentlich auch zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt werden.

Die Anlagestiftung Ethos hat aber schon vor Wochen verkündet, dass sie gegen diese Machtkumulation stimmen wird. Inzwischen haben sich weitere Pensionskassen aus dem In- und Ausland auf die Seite der Ethos gestellt. Um zu verhindern, dass Brabeck gewählt wird, dürften es aber zu wenig Stimmen sein.

Das Aufbegehren der Aktionäre zeigt dennoch Wirkung: Laut «SonntagsZeitung» hat der aus dem VR scheidende Rainer E. Gut in den letzten Tagen bei einigen Investoren unverblümt um Unterstützung für Brabecks Wahl gebeten. Zudem haben VR und Brabeck nun ihren Rücktritt angedroht, sollten die Aktionäre gegen sie stimmen.

Diese Drohung bezeichnet Professor Max Boemle in der «SonntagsZeitung» als fahrlässig - sie zeige «die Geringschätzung der Mitspracherechte von Aktionären». Für einen Rücktritt könne der VR unter Umständen sogar zur Verantwortung gezogen werden.

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