San Marino vs. Deutschland: Zwergstaat verhöhnt Weltmeister Müller
Aktualisiert

San Marino vs. DeutschlandZwergstaat verhöhnt Weltmeister Müller

Der Deutsche Thomas Müller trifft beim 8:0-Sieg in San Marino das Tor nicht. Möglicherweise aus Frust sagt er etwas, das hohe Wellen schlägt.

von
hua

8:0 fegte Deutschland San Marino weg – lediglich eine Vollzugsmeldung. Doch was danach passiert, lässt die Fussballwelt aufhorchen. Nach dem Duell des Weltmeisters mit dem Zwergstaat – San Marino hat gerade mal etwas mehr als 30'000 Einwohner – kommt es zum verbalen Austausch zwischen Stürmer Thomas Müller und Alan Gasperoni, seines Zeichens Sprecher von San Marinos olympischem Komitee.

Aber von vorn: Deutschland hatte 8:0 gewonnen, Müller selber das Tor aber nicht getroffen, mal wieder. Da war wohl noch Frust beim 27-Jährigen, denn nach dem Spiel liess er sich zur Aussage hinreissen: «Mit professionellem Fussball hatte das nichts zu tun.» Und fügte an: «Bei solchen Spielen und Verhältnissen auf solch schmierigem Platz ist man einer Gefahr ausgesetzt, die vielleicht nicht nötig ist.»

Nicht einmal gegen San Marino trifft er

Das liess Gasperoni nicht auf sich sitzen. Am Sonntag postete er auf Facebook eine Liste mit zehn Gründen, die das Spiel in San Marino rechtfertigten (siehe oben). Unter anderem spielte er auf Müllers Torflaute an, so habe die Partie bewiesen, «dass du nicht einmal gegen eine schwache Mannschaft wie unsere ein Tor erzielst.» Und weiter: «Lieber Thomas, dieses Spiel hat einem Land, das so gross wie ein Teil deines Münchner Stadions ist, geholfen, in die Medien zu kommen. Und zwar aus einem guten Grund, denn ein Fussballspiel ist immer ein guter Grund.»

Damit nicht genug. Er postete ein Bild, das zeigt, wie es sich nicht gehört, seine Sandalen zu tragen. «Auch wenn ihr die schönsten Trikots trägt, am Ende bleibt ihr doch diejenigen, die weisse Socken unter Sandalen anziehen», schloss Gasperoni seine Tirade, die auf viel Anklang stiess.

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