Schweiz: Zwiebel-Prinzip und Punsch – so hält sich Christbaum-Verkäuferin Vanessa warm

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SchweizZwiebel-Prinzip und Punsch – so hält sich Christbaum-Verkäuferin Vanessa warm

Kalte Luft vom Atlantik sorgt in der Schweiz für einen eiskalten Dezember. Drei Personen erzählen, wie sie sich bei der Arbeit im Freien vor der Kälte schützen. 

von
Shanice Bösiger
Janina Schenker
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Drei Hosen, sechs Pullover und heisser Punsch: So schützt sich Vanessa Feldmann beim Christbaum-Verkauf vor der Kälte.

Drei Hosen, sechs Pullover und heisser Punsch: So schützt sich Vanessa Feldmann beim Christbaum-Verkauf vor der Kälte.

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Beim Blumenstand von Cornelia Zweerus am Milchbuck-Markt setzt man hingegen auf Plastikplanen und einen Wärmestrahler.

Beim Blumenstand von Cornelia Zweerus am Milchbuck-Markt setzt man hingegen auf Plastikplanen und einen Wärmestrahler.

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Kaffee aus der Thermosflasche und die Freude am Beruf halten Simon Beeler warm – auch wenn der SBB-Chefmonteur in der Nacht anpacken muss. 

Kaffee aus der Thermosflasche und die Freude am Beruf halten Simon Beeler warm – auch wenn der SBB-Chefmonteur in der Nacht anpacken muss. 

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Darum gehts

In der Schweiz ist es frostig kalt: Letzte Woche wurden unter anderem auf dem Ofenpass minus 27 Grad gemessen. Auch im Flachland stieg das Thermometer in den vergangenen Tagen selten über den Gefrierpunkt. Wer solchen Temperaturen trotzen will oder muss, braucht gute Kleidung – und den einen oder anderen Trick.

Vanessa Feldmann setzt dafür auf das Zwiebel-Prinzip: Drei Hosen- und sechs Pulloverschichten trägt die Aargauerin beim Christbaum-Verkauf auf dem Hof der Familie. Ihr Tipp: «Unter die Winterhandschuhe ein Paar Latex-Handschuhe anziehen und immer eine warme Tasse selbstgemachten Punsch griffbereit haben.»

Die Zwiebel-Strategie wendet auch ein Sicherheitsfachmann der Swiss Security Group an: «Thermo-Unterwäsche unter dem Anzug sind bei solchen Temperaturen ein Muss», sagt er.

«So ist es nur noch halb so kalt»

Simon Beeler trotzt der Kälte – und zwar Tag und Nacht. Im Schichtbetrieb wartet der SBB-Chefmonteur Weichen, Barriereanlagen und Signale. «Genügend Schlaf ist wichtig, damit man nicht friert, auch wenn das bei der Abwechslung zwischen Tages- und Nachtschicht nicht immer einfach ist», sagt Beeler.

Ausserdem seien warme Arbeitskleidung, Thermounterwäsche und eine Thermosflasche mit heissem Kaffee unabdingbar. Das Wichtigste für Beeler ist aber, dass ihm seine Arbeit Freude macht: «So ist es nur noch halb so kalt.»

Cornelia Zweerus hat auf dem Milchbuck-Wochenmarkt einen Blumenstand. Ihr Trick, um sich vor der Kälte zu schützen: Sie hängt Plastikplanen unter das Dach und heizt das «Häuschen» mit einem Wärmestrahler auf. «So wird es unter dem Stand angenehm warm.»

Hast du es gerne kalt?

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