Philipp Schoch: Zwischen Gold-Hattrick und Rücktritt
Aktualisiert

Philipp SchochZwischen Gold-Hattrick und Rücktritt

Die Leidenszeit ist zwar vorbei. Doch wozu ist der Doppel-Snowboard-Olympiasieger Philipp Schoch (29) noch fähig?

von
Marcel Allemann

Der 9. Oktober 2009 soll zu einem schillernden Datum werden. Beim Weltcup-Start in der Halle im holländischen Landgraaf will Schoch erstmals seit dem 16. Januar 2007 wieder Aufnahme in eine Rangliste finden. Damals quälte er sich in Arosa trotz immenser Rückenschmerzen zu WM-Silber – hinter seinem Bruder Simon. Danach begann für den jüngeren

der Schoch-Brüder wegen ­einer schlimmen Bandscheibenverletzung eine nicht ­enden wollende Leidenszeit. Zweimal reiste er seither noch an ein Weltcuprennen, einmal erklärte er wegen starker Schmerzen vor dem Start Forfait, einmal stieg er nach wenigen Toren aus.

Nun schöpft der erfolgreichste Schweizer Boarder wieder Mut. «Es geht mir besser, für den Hallenkurs von Landgraaf bin ich fit. In den nächsten Wochen werde ich mich dann wieder extremeren Bedingungen aus­setzen und hoffe, dass ich keinen Rückfall erleide.» Denn Schoch hat nochmals Gros­ses vor. Er will sich für ­Vancouver qualifizieren und sich dort mit dem dritten Olympiasieg in die Unsterblichkeit fahren: «Für dieses Ziel arbeite ich täglich.» Doch was ist, wenn der ­Rücken wieder streikt? «Dann höre ich auf, denn dann macht es keinen Sinn mehr. Aber mit diesem Szenario befasse ich mich nicht.» Geht es nach Schochs Willen, soll erst im Frühling Schluss sein – nach einer erfolgreichen letzten Saison.

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