Aktualisiert 08.02.2010 19:15

«Zerrissene Umarmungen»Zwischen Himmel und Hölle – und Cruz

Nach «Volver» arbeitete Pedro Almodóvar ­wieder mit seiner mittlerweile oscarprämierten Muse Pené­lope Cruz zusammen.

von
Philippe Zweifel

Das erzählerische Zentrum des Films bildet jedoch jemand anderes: ein ehemaliger Regisseur namens Mateo Blanco. Dieser ­geniesst sein Leben in vollen Zügen – trotz eines Unfalls vor 14 Jahren, bei dem er nicht nur das Augenlicht, sondern auch seine grosse Liebe Lena verlor.

Nun arbeitet Matteo als Drehbuchautor und hat die Katastrophe scheinbar dadurch verarbeitet, dass er einen anderen Namen angenommen hat. Als er aber eines Nachts den jungen Diego bei sich aufnimmt, der ihn nach seiner Vergangenheit befragt, beginnt er sich zu erinnern und die Teile eines zerrissenen Fotos zusammenzufügen – das Bild zeigt ihn in einer Um­armung mit Lena.

Die verschiedenen Zeitebenen und die verschachtelte Erzählweise fordern dem Zuschauer einige Konzentration ab. Doch traumgleiche Bilder und spielerische Kinozitate machen dies alleweil wett.

Und natürlich Penélope Cruz! Almodóvar inszeniert sie als Tochter, Sekretärin, Callgirl, Filmstar und Geliebte. Mit verschiedenen Frisuren, mal in Blond wie Marilyn Monroe, mal mit Pony wie Audrey Hepburn, mal mit offenem Langhaar wie Sophia Loren. Mehr Cruz geht nicht.

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