Aktualisiert 11.08.2009 15:49

Geteilte MeinungenZwischen «Schade» und Schadenfreude

Michael Schumacher polarisiert immer noch. Während sein glühender Anhang den Rückzieher vom Comeback versteht und ihn bedauert, frohlocken seine Gegner und vermuten hinter seinem Comebackversuch gar einen PR-Gag.

von
tog

«Ich habe grossen Respekt vor seiner Entscheidung. Er beweist, dass er kein egozentrischer Oldie ist, sondern immer noch der alte Könner, der er schon immer war», meint User Mike und spricht damit dem Anhang des Deutschen aus der Seele. Viele User – rund die Hälfte der eingegangenen Wortmeldungen - haben Verständnis, dass der siebenfache Weltmeister aufgrund seines Nackens nicht zurückkehrt. Grosse Wahl liess ihm die Nackenverletzung dabei nicht. Weniger Verständnis gibt es für diejenigen, welche über Schumachers Rückzieher froh sind: «Nun werde ich kein Monza-Ticket mehr kaufen. Wie können nur einige so schadenfroh sein?», fragt sich Leonardo Iacovazzo und meint damit die andere Hälfte der User, welche mit Häme den Ausstieg kommentieren.

Dem «Schummler» verzeiht man nicht

Während sich seine Fans auf Titel und Siege berufen und in Schumacher den besten Fahrer aller Zeiten sehen, steht für seine Gegner das Schummel-Image des Deutschen im Vordergrund. «Glück gehabt, dass Schummelschumi doch nicht mehr auf die Piste geht. Wir werden ihn ganz sicher nicht vermissen», kommentiert User Schlabberli. «Fahren kann er, aber er ist kein Teamkollege. Sowas braucht man einfach nicht. Ich bin froh, dass er nicht mehr fährt!!», differenziert User Simply.

PR oder Midlife Crisis?

Böse Zungen stellen sogar Schumachers offiziellen Rückzieher-Grund in Frage: «Ich bin sicher, das ganze Theater diente nur, um die F1 attraktiver zu machen und um Karten zu verkaufen (was ja klappte) Schumi hatte zu keinem Zeitpunkt vor, wieder zu fahren. Schade eigentlich. Aber so komme ich jetzt günstig zu Monza-Tickets», meint Thomy Graber und steht mit seiner Meinung bei weitem nicht alleine da. Etwas ausgefallener analysiert Papa Moll die Situation: «Das war einfach so eine Midlife-Crisis-Allüre von ihm. Wie auch immer, andere heiraten in dem Alter eine 18-Jährige … da ist Schumis Crisis noch harmlos.»

Sauber ist Thema

«Wen interessiert Schumacher?», fragt Peter Müller, «Wir wollen Sauber in der Formel 1. Alles andere ist egal.» Dafür kennt Fredi Angel auch gleich die Lösung: «Schumacher soll den Sauber Rennstall übernehmen!!!!» Am Nacken würde es bei diesem Ansatz für einmal nicht scheitern.

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