Zwölf FCB-Hooligans vor dem Basler Strafgericht
Aktualisiert

Zwölf FCB-Hooligans vor dem Basler Strafgericht

Zwölf FCB-«Fans» stehen wegen Gewalt, Drohung gegen Polizisten und Landfriedensbruch vor dem Strafgericht. Die elf Männer und eine Frau waren 2005 an Ausschreitungen vor dem Joggeli beteiligt.

Am 24. April 2005 war es nach dem Meisterschaftsspiel FCB – FCZ (3:2) vor dem Stadion zu Krawallen zwischen Hooligans gekommen. Die Randalierer warfen Steine und prügelten sich; ein Polizist wurde an der Schulter verletzt. Die Beamten setzten Gummischrot ein. Sieben FCB-Fans wurden festgenommen und fünf weitere aufgrund von Videoaufnahmen identifiziert.

Die zwölf sassen gestern auf der Anklagebank und konnten sich anscheinend nur noch vage an die Geschehnisse erinnern. Offenbar war bei einzelnen eine Menge Alkohol im Spiel gewesen.

Ein mutmasslicher Rädelsführer gab zu Protokoll, vor dem Match im Braunen Mutz bereits drei Liter Bier gekippt zu haben. «Dass ich die Hosen runtergelassen haben soll, daran mag ich mich nicht erinnern», sagte er gestern.

Auch die Frau, die der Polizei «Saubullen», «Wichser» und weitere Beleidigungen ausgeteilt haben soll, kann sich nur erinnern, mit dem Mob mitgegangen zu sein. Fast durchwegs sagten die Angeklagten aus, «zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein», das Geschehen aber nicht angeheizt zu haben. Das Urteil wird am Mittwoch erwartet.

(lvi)

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