Zwölf Tote durch «Ivan» an der US-Golfküste
Aktualisiert

Zwölf Tote durch «Ivan» an der US-Golfküste

Mit meterhohen Wellen, etlichen Tornados und sintflutartigem Regen hat Hurrikan «Ivan» den Südosten der USA heimgesucht. Mindestens zwölf Menschen kamen in den Unwettern ums Leben.

Für Hunderttausende an der Golfküste fiel der Strom aus, Bäume wurden entwurzelt, Strassenschilder knickten bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde um. «Wir haben noch nie zuvor einen Hurrikan dieses Ausmasses in Alabama erlebt», sagte der Gouverneur des US-Staates, Bob Riley.

US-Präsident George W. Bush erklärte grosse Teile des US-Staats zu Notstandsgebieten. Im Küstenort Gulf Shores in Alabama, wo das Auge des Sturms auf Land traf, schlugen die Wellen knapp vier Meter hoch. Bürgermeister David Bodenhamer sagte, die Strassen seien überflutet, das Stromnetz zusammengebrochen.

«Ivan» wütete von Louisiana bis nach Florida. Er wurde aber nicht so schlimm, wie noch am Mittwoch befürchtet worden war. Im Laufe des Donnerstags wurde der Hurrikan auf einen Wirbelsturm der Kategorie 1 herabgestuft. Weitgehend verschont wurde die Grossstadt New Orleans, die zum Teil unter dem Meeresspiegel liegt. Die Hurrikanwarnung wurde am Donnerstag aufgehoben, eine weitere für das Gebiet von der Mündung des Flusses Pearl bis nach Apalachicola in Florida blieb zunächst in Kraft.

In der Karibik, die «Ivan» bereits passiert hat, braute sich unterdessen neues Unheil zusammen. Der frühere Tropensturm «Jeanne» erreichte mit Windgeschwindigkeiten über 130 Kilometern in der Stunde Hurrikanniveau. Er streifte zunächst nur den Ostzipfel der Dominikanischen Republik, der aber rechtzeitig evakuiert worden war. «Jeanne» richtete am Mittwochabend in Puerto Rico schwere Schäden an. Dort fiel die Trinkwasserversorgung für rund 200.000 Menschen aus. Mindestens zwei Menschen kamen um s Leben.

(dapd)

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