Berner Oberland: Zwölfjähriger bleibt verschollen

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Berner OberlandZwölfjähriger bleibt verschollen

Der Zwölfjährige, der seit Freitagnachmittag bei Lauterbach BE verschwunden ist, konnte trotz grossangelegter Rettungsaktion bis am frühen Sonntagabend nicht gefunden werden. Wegen der Schneeschmelze wird die Suche immer gefährlicher.

Der Bub hatte mit seiner Mutter und weiteren Familienangehörigen - alles amerikanische Staatsbürger - die Touristenattraktion im Lauterbrunnental besucht. Sie fuhren mit dem Lift nach oben und gingen zu Fuss zur ersten Plattform, wie das zuständige Untersuchungsrichteramt und die Kantonspolizei Bern am Samstag mitteilten.

Beim Abstieg stellte die Gruppe fest, dass der Knabe fehlte. Die Angehörigen hatten ihn zuletzt auf der obersten Plattform gesehen. Besucher der Trümmelbachfälle wollten eine Person im Wasser treibend gesichtet haben.

Suche schwierig

Grossangelegte Suchaktionen in den Trümmelbachfällen und in der Lütschine blieben bis am frühen Sonntagabend erfolglos. Aufgeboten wurden Mitglieder der Alpinen Rettung, Helikopter sowie Polizisten. Laut einer Sprecherin der Kantonspolizei Bern war am Sonntag unklar, ob und wann die Suche fortgesetzt werden kann.

Wegen der Schneeschmelze sei der Wasserstand so hoch, dass es für die Rettungskräfte zunehmend gefährlich werde. Ein Abseilen in die Schlucht war bis am Sonntag unmöglich. Zudem sei es schwer, im Fluss etwas zu erkennen, da das Wasser wegen der Schneeschmelze zeitweise sehr milchig sei.

Der Trümmelbach entwässert die Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau. Bis zu 20 000 Liter Wasser pro Sekunde jagen laut Informationen auf der Homepage der Trümmelbachfälle durch die zehn Wasserfälle im Berginnern, die über einen Tunnellift zugänglich sind. (sda)

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