Aktualisiert 07.06.2007 16:26

Zyklon Gonu verwüstet die Golfküste - 23 Tote

Mindestens 23 Menschen sind beim schlimmsten Wirbelsturm seit Jahrzehnten im Oman und dem südlichen Iran ums Leben gekommen.

Im Sultanat Oman kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Die Hälfte der Todesopfer im Oman sei ertrunken. Der Flughafen in der Hauptstadt Maskat wurde geschlossen und rund 20 000 Menschen evakuiert.

Der Zyklon «Gonu» war am Vorabend auch über die Südküste des Iran hinweggefegt und hatte für heftigen Regen gesorgt, wie die Behörden mitteilten. Durch den Regen sei der Fluss Bandar-e-Dschask in der iranischen Provinz Hormusgan über die Ufer getreten. Die Fluten rissen einen Lastwagen um, und drei Insassen starben.

In den südiranischen Provinzen liessen die Behörden die Küstengebiete räumen; mehr als 40 000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. «Wir rechnen mit einer zweiten Welle in den kommenden Stunden», sagte der Leiter des Katastrophenschutzamtes von Hormusgan, Jassir Hasbaw, im Fernsehen.

Traditionelle Häuser beschädigt

Der Gouverneur der Provinz Sistan-Balutschestan, Habibollah Dehmordeh, sagte, dass die traditionellen Häuser in der Altstadt von Tschahbahar und Konarak teils beschädigt seien. Die Telefonleitungen seien zum Teil unterbrochen.

Der Katastrophenschutzbeauftragte der Provinz, Hodschat Ali Schajanfar, sprach von grossem Sachschaden; viele Strassen, Wohngebiete und die Infrastruktur der Städte hätten Schaden genommen. Die meisten Landstrassen seien abgeschnitten.

Hochwasser

Der Sturm in Tschabahar und Konarak, die etwa hundert Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt sind, war nach Angaben der staatlichen iranischen Medien so stark wie seit dreissig Jahren nicht. Das Hochwasser steige bei dem heftigen Regen weiter an.

Im Südwesten von Pakistan brachten sich hunderte Menschen in höhergelegene Gebiete vor «Gonu» in Sicherheit. In der Küstenstadt Sar Bandar wurden über zweihundert Fischerboote stark beschädigt, die dort geankert hatten, wie der Bürgermeister mitteilte. (sda)

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