Aktualisiert 16.05.2007 11:28

Zypern und Malta sollen Euro erhalten

Die EU-Kommission hat Zypern und Malta grünes Licht für die Einführung des Euro im kommenden Jahr gegeben.

Die beiden Mittelmeerinseln erfüllten die Bedingungen, um zum 1. Januar 2008 die Gemeinschaftswährung einzuführen, erklärte die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) sei zu demselben Ergebnis gekommen. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme Zyperns und Maltas in die Eurozone werden im Juli die EU-Finanzminister fällen.

Nach Auffassung der EU-Kommission erfüllen Zypern und Malta die so genannten Konvergenzkriterien, die Bedingung für den Beitritt zur Eurozone sind: Das Haushaltsdefizit Zyperns lag im vergangenen Jahr bei nur 1,5 Prozent und damit deutlich unter der im Stabilitätspakt vorgesehenen Grenze von 3 Prozent. Malta gelang es 2006 zum ersten Mal, sein Haushaltsdefizit unter die Maastricht-Grenze auf 2,6 Prozent zu drücken.

Die Gesamtverschuldungsquote liegt mit 65,3 Prozent in Zypern und 66,5 Prozent in Malta zwar über dem Grenzwert von 60 Prozent, geht aber zurück. Die Inflation in Zypern lag im der Empfehlung zu Grunde liegenden Zwölf-Monats-Zeitraum bis März 2007 bei durchschnittlich 2,0 Prozent und damit unter dem Referenzwert von 3,0 Prozent. In Malta betrug die Inflationsrate im Schnitt 2,2 Prozent.

Schliesslich blieben sowohl die Maltesische Lira als auch das Zyprische Pfund seit dem Beitritt der beiden Staaten zum Europäischen Wechselkursmechanismus am 2. Mai 2005 innerhalb der normalen Schwankungsbreite von plus minus 15 Prozent. (dapd)

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