Frauen sind keine Ware

05. Oktober 2018 10:20; Akt: 05.10.2018 13:39 Print

München verbietet sexistische Werbeplakate

In der Stadt München wird es in Zukunft auf Werbeflächen keine anstössigen Bilder, die Gewalt fördern oder zu viel nackte Haut zeigen, mehr geben.

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Wie die «Abendzeitung München» berichtet, werden auf Werbeflächen in der Stadt künftig keine frauenfeindlichen Motive mehr zu sehen sein.

Die Stadtrats-Vollversammlung hat dies am gestrigen Donnerstag in Folge eines Antrags von Rathaus-Grünen und der Rosa Liste beschlossen. Zu viel nackte Haut oder anstössige Motive, die etwa Gewalt fördern, wird es nicht mehr geben.

Explizit dürfen Werbeplakate, die «die sexuelle Attraktivität der Frau ohne Sachzusammenhang» nicht mehr gezeigt werden. Ausserdem sind Werbungen verboten, die Frauen «demütigen oder lächerlich machen».

Der Inhalt der Werbeflächen soll nicht den Eindruck erwecken, dass Frauen «Waren sind oder als deren Zugabe erworben werden können», heisst es in dem Bericht. Auch Plakate, die «zu Gewalt gegen Frauen oder Kinder» auffordern werden strikt abgelehnt.

Mit dem Beschluss können das Wirtschaftsreferat und die Stadtwerke (SWM), die für die Vermietung der Werbeflächen an öffentlichen Orten zuständig sind, Plakate ablehnen, die gegen diese Richtlinien verstossen.

Ein spontaner Antrag, zum Schutz der Jugend Alkohol und Tabakwerbung auf städtischen Flächen ebenfalls zu verbieten, wurde abgelehnt. Der Vorschlag kam für viele Politiker zu überraschend.