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11. September 2019 14:25; Akt: 11.09.2019 15:25 Print

«Die Wahlhilfe ist für Neuwähler Gold wert»

Mit der Vimentis-Wahlhilfe finden Wähler ihre passenden Kandidaten. Projektleiterin Nina Breitenstein sagt, was das Tool leistet.

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Frau Breitenstein, wähle ich am 20. Oktober besser, wenn ich die Vimentis-Wahlhilfe auf 20 Minuten nutze?
Dank der Wahlhilfe sieht man, welche Parteien und Kandidierenden am ehesten die eigene politische Meinung vertreten. Als Orientierung im Kandidaten-Dschungel ist das gerade für Neuwähler Gold wert. Wir geben den Leuten aber nicht vor, wie sie wählen wollen, sondern geben nur eine Empfehlung ab.

Wie kommt die Empfehlung zustande?
Jeder Teilnehmer muss einen kurzen oder langen Fragebogen von 34 beziehungsweise 73 Fragen ausfüllen – die Fragen reichen von der Europa- bis zur Sicherheitspolitik. Für die Wahlempfehlung werden seine Antworten mit jenen der Parteien und Kandidierenden verglichen. Empfohlen wird, wer die grösste Übereinstimmung aufweist.

«Alle finden Kandidierende, die ihnen sehr ähnlich sind»

Gibts denn für alle einen idealen Kandidaten?
Uff, will man eine 100-prozentige Übereinstimmung, müsste man selbst in die Politik gehen. Doch die Auswahl ist gross: Alle finden Kandidierende, die ihnen sehr ähnlich sind. Zudem kann man Killerfragen definieren: Ist mir zum Beispiel das Adoptionsrecht für Homosexuelle sehr wichtig, kann ich alle Kandidierenden ausschliessen, die ein solches ablehnen.

Die Wahlhilfe spuckt auch einen Spider aus, der die eigene politische Meinung in acht Dimensionen abbildet. Was sagt die Darstellung aus?
Der Spider ist vergleichbar mit einem Fingerabdruck – kaum einer ist gleich. Er zeigt zum Beispiel, ob man eine freie Wirtschaft, mehr Umweltschutz oder eine strikte Ausländerpolitik befürwortet.


(Der Beispiel-Spider zeigt den Fingerabdruck eines FDP-nahen Users (rot) im Vergleich mit dem Spider der CVP (blau).)

Es gibt Kritik an Wahlhilfen. Der Vorwurf: Die Entwickler könnten bestimmte Kandidaten privilegiert empfehlen durch das Fragedesign – und so massgeblich Einfluss auf das Wahlresultat nehmen.
Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Vimentis ist ein politisch neutraler Verein, wir arbeiten ehrenamtlich. Wir sind finanziell unabhängig und arbeiten eng mit allen Parteien zusammen. Bei der Wahlhilfe können wir auf jahrelange Erfahrungswerte bauen.


So berichtet 20 Minuten über die Wahlen

Am 20. Oktober wirds spannend: Die Schweiz bestellt ihr Parlament neu. Wird die Konkurrenz zurückschlagen, nachdem sich SVP und FDP vor vier Jahren eine Mehrheit im Nationalrat sicherten? 20 Minuten berichtet umfassend über das Politereignis des Jahres.

• Die Parteien im Positionen-Check, aktuelle Umfragen, spannende Kandidaten oder witzige Wahlkampf-Aktionen: Wir liefern im Vorfeld der Wahl News, Hintergründe und Fun-Facts. So kannst du in der Schule oder am Familientisch mitreden.

• Am Wahltag berichtet ein zehnköpfiges Team live aus der ganzen Schweiz. Es versorgt dich mit Hochrechnungen, Reaktionen und Analysen.

• Wie ist das Resultat zu deuten? Die Tamedia-Nachbefragung liefert kurz nach der Wahl empirisch fundierte Erklärungen für das Abschneiden der Parteien.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bärin am 10.09.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Datensammler

    So ganz nebenbei werden eine Menge Daten gesammelt, die zu verschiedenen Zwecken genutzt werden können.

  • B.R. am 10.09.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Links orientiert

    Ich nutze Vimentis seit etwa einem Jahr. DIe Seite ist ziemlich links orientiert. Zuweilen haben sie auch neutrale Berichte aber vorallem Links.

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  • Qwertz am 10.09.2019 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Faule Jugend

    Es spart einem halt das selber denken. Und ist soooo ein schönes Instrument zur lenkung der Wähler, man muss nur die Fragen richtig stellen und bekommt die passende Antwort.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich und Du am 12.09.2019 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu gebrauchen

    Hab den Test gemacht. Würde sowas meinem Soohn (20) nie machen lassen. So einen Mist habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ganz Krass. Im Kanton Zug hat man bei 4 der 7 Ständeräte Anwärter keine Infos. Dabei kennt jeder im Kanto diese Leute. Und man weiss genau, welche Meinung die haben. Danke viel mal aber komplett unbrauchbar.

  • Lorenz Steiner am 12.09.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    testen alleweil!

    es gibt nicht nur vimentis und ja Daten werden gesammelt. Aber wie soll ich sonst die Antworten der wählbaren finden? Problematisch ist, dass nicht alle der wählbaren mitmachen und problematisch ist, ob die wählbaren die Fragen denn auch ehrlich beantworten. ob links oder rechts orientiert, die Software scheint ziemlich zu stimmen sie gibt auch ziemlich rechts liegende Empfehlung ab... und wenn man das ganze mit anderen Plattformen vergleicht, sollte in etwa was ähnliches rauskommen... als Hilfe jedenfalls extrem gut. aber zusätzlich noch selbst denken ist schon Voraussetzung....

  • Roger am 12.09.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer wählen Persönlichkeiten....

    und nicht Parteien. In der Schweiz wählt man Persönlichkeiten und nicht Statements. Die Fragebögen habe ich ausgefüllt. Das Resultat habe ich gelassen entgegen genommen. Von den angebotenen Kandidaten werde ich von den ersten 10 der Übereinstimmungen keinen einzigen in den Nationalrat wählen. Im Ständerat auch erst Position 5.

  • Minusdrücker am 12.09.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Neuwähler brauchen das nicht

    Neuwähler, die wirklich wählen wollen, sind intelligent genug selbst heraus zu finden, welcher Politiker sich angeblich für ihre Anliegen einsetzt. Denn Neuwähler kommen aus Familien die bereits eine politische Richtung haben und entweder folgen sie der oder sie kämpfen dagegen an. Das machen Jugendliche So. Das hier hat es seit 1291 niemals gebraucht in unserem Land und braucht es auch weiterhin nicht.

  • Cavi33 am 12.09.2019 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Faule Neuwähler

    Eigentlich wäre es interessanter wenn die Leistung der Parlamentarier gemessen würde damit bei der Wiederwahl wenigstens diejenigen, die meine Interessen am besten vertreten, gewählt werden. Hierbei spielt die Partei oder die Person eben eine untergeordnete Rolle.