Plakatkampagne

11. Oktober 2019 16:22; Akt: 12.10.2019 15:20 Print

FDP-Kandidat Brupbacher irrt sich im Wahldatum

Auf Plakaten im Zürcher HB empfiehlt sich FDPler Stefan Brupbacher als Nationalrat – doch bei ihm ist die Wahl schon längst vorbei.

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Am Zürcher Hauptbahnhof wirbt derzeit Stefan Brupbacher, Swissmem-Direktor und Ex-Sekretär von Wirtschaftsminister Schneider-Ammann, um Wählerstimmen. Der Slogan des FDP-Politikers: «Politik für Menschen, Jobs und Fortschritt.» Darüber steht auf dem analogen Plakat «Liste 3, 20. Oktober 2018».

Der FDP-Mann hat also die diesjährige Wahl um ein Jahr zurückdatiert. Auf die Frage, wie ein solcher Fehler passieren könne, antwortet statt Brupbacher die Agentur, die die Plakate gestaltet hat.

«Kleiner Tippfehler – grosse Wirkung», sagt Sara Käch von Sensor Advice. Man sei aber zuversichtlich, dass die Zürcherinnen und Zürcher Stefan Brupbacher trotzdem in der richtigen Wahl ihre Stimme geben. «Und immerhin würden ihn nun noch mehr Leute kennen. Absicht war es aber nicht», sagt Käch.

FDP-Seite zeigt nur noch Ziffern

Derweil setzt Brupbachers Mutterpartei im Wahlkampf auf Digitalisierung. In einer Medienmitteilung, die im Binärcode mit Nullen und Einsen verfasst ist, heisst es: «Über 1000 Menschen gehen zurzeit von Haustür zu Haustür und werden dabei von digitalen Instrumenten und Analysen unterstützt.»

Zudem habe man die Parteizeitung mit Augmented Reality (AR) ergänzt, auch die Plakate könne man damit erleben. Weiter stellt die Partei konkrete Forderungen zur Digitalisierung:
Informatikunterricht bereits in der Primarschule oder mehr Frauen für Technik-Fächer begeistern. Übrigens: Den Binärcode hat die FDP mit dem Tool der deutschen Firma Gillmeister erstellt.

(pam)

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