Nach Wahlniederlage

21. Oktober 2019 17:07; Akt: 21.10.2019 17:24 Print

Juso kritisieren «zu mittigen Kurs» der SP

Nach der «historischen Niederlage» wollen die Juso die Sozialdemokraten wachrütteln: Sie müssten sich wieder linker positionieren.

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SP-Politikerin Tamara Funiciello aus dem Kanton Bern ist zur Nationalrätin gewählt worden. CVP-Politikerin Heidi Z'Graggen aus dem Kanton Uri hat es doch noch nach Bern geschafft. Zwar nicht in den Bundesrat dafür aber in den Ständerat. Eva Herzog aus dem Kanton Basel-Stadt wurde sowohl als Nationalrätin als auch als Ständerätin gewählt. Die SPlerin wird vermutlich in den Ständerat gehen. Ihr Nachfolger im Nationalrat ist Mustafa Atici. Auch Christine Badertscher ist im Kanton Bern zur GPS-Nationalrätin gewählt worden. Judith Bellaiche sitzt neu für die GLP Zürich im Nationalrat. Mit Marianne Binder-Keller hat der Kanton Aargau neu eine CVP-Nationalrätin. Martina Bircher ist im Kanton Aargau zur SVP-Nationalrätin gewählt worden. Mit Katja Christ hat der Kanton Basel-Stadt eine GLP-Nationalrätin. Simone de Montmollin sitzt neu für die FDP-Genf im Nationalrat. Jacqueline de Quattro ist im Kanton Waadt zur FDP-Nationalrätin gewählt worden. Esther Friedli aus dem Kanton St. Gallen ist neu SVP-Nationalrätin. FDP-lerin Anna Giacometti ist vom Kanton Graubünden neu in den Nationalrat gewählt worden. Corina Gredig ist vom Kanton Zürich neu als GLP-Nationalrätin gewählt worden. Grünen-Politikerin Greta Gysin aus dem Kanton Tessin ist neu Nationalrätin. Jocelyne Haller aus dem Kanton Genf ist neu Nationalrätin (PdA/Sol.) Delphine Klopfenstein Broggini ist vom Kanton Genf zur Grünen-Nationalrätin gewählt worden. SP-lerin Sandra Locher Benguerel aus dem Kanton Graubünden ist neu Nationalrätin. GLP-lerin Melanie Mettler ist vom Kanton Bern neu in den Nationalrat gewählt worden. Sophie Michaud Gigon ist vom Kanton Waadt als Grünen-Nationalrätin gewählt worden. Grünen-Politikerin Leonore Porchet ist vom Kanton Waadt neu in den Nationalrat gewählt worden. GPS-Politikerin Katharina Prelicz-Huber ist vom Kanton Zürich neu in den Nationalrat gewählt worden. SP-lerin Franziska Roth aus dem Kanton Solothurn ist neu Nationalrätin. CVP-lerin Marie-France Roth Pasquier aus dem Kanton Freiburg ist neu in den Nationalrat gewählt worden. SVP-Politikerin Monika Rüegger aus dem Kanton Obwalden ist neu in den Nationalrat gewählt worden. Franziska Ryser ist im Kanton St. Gallen neu zur Grünen-Nationalrätin gewählt worden. GLP-Politikerin Barbara Schaffner aus dem Kanton Zürich ist neu als Nationalrätin gewählt worden. Die Zürcher Grünen-Präsidentin Marionna Schlatter-Schmid ist neu in den Nationalrat gewählt worden. Grünen-Politikerin Meret Schneider aus dem Kanton Zürich ist neu in den Nationalrat gewählt worden. BDP-Politikerin Beatrice Simon aus dem Kanton Bern ist neu Nationalrätin. Lilian Studer ist im Kanton Aargau neu zur EVP-Nationalrätin gewählt worden. SP-Politikerin Gabriela Suter aus dem Kanton Aargau ist neu in den Nationalrat gewählt worden. FDP-Politikerin Susanne Vincenz-Stauffacher aus dem Kanton St. Gallen sitzt neu im Nationalrat. ALG-Politikerin Manuela Weichelt-Picard aus dem Kanton Zug sitzt neu im Nationalrat. SP-Politikerin Celine Widmer aus dem Kanton Zürich ist neu in den Nationalrat gewählt worden. SP-Politikerin Elisabeth Baume-Schneider aus dem Kanton Jura sitzt neu im Ständerat. Grünen-Politikerin Celine Vara aus dem Kanton Neuenburg sitzt neu im Ständerat.

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Bei den Wahlen mussten die Sozialdemokraten eine herbe Niederlage einstecken: Sie verloren zwei Prozent und fielen mit 16,8 Prozent Wähleranteil auf ein historisches Tief. Die Jungsozialisten gehen nun mit der Strategie der Parteispitze hart ins Gericht: «Wir brauchen linke Alternativen und keine lauwarmen Kompromisse», fordern sie.

Präsidentin Ronja Jansen sagt auf Anfrage, man habe wegen der grünen Welle Verluste eingefahren, weil die SP keine Vision habe präsentieren können, um die durch die Klimakrise bewegten Wähler abzuholen. «Die SP ist zu stark in die Mitte gerückt», sagt sie. Es sei zwingend, wieder den Aufbau einer umfassenden linken Alternative in den Fokus zu rücken und aufzuzeigen, dass Klimapolitik auch Sozial- und Wirtschaftspolitik bedeute.

Juso wollen alternatives Gesellschaftsmodell bieten

Damit meint sie: «Demokratisierung» von Unternehmen, Einführung einer Volkspension, die nur aus der AHV besteht oder eine öffentliche Krankenkasse. Dass trotz Wahlschlappe junge SP-Frauen wie Tamara Funiciello gewählt wurden, deutet für Jansen darauf hin, dass eine Erneuerung nötig ist. «Offenbar konnten viele unserer jungen linken Exponenten überzeugen.»

Die Tamedia-Nachwahlbefragung zeigt, dass viele SP-Wähler zu den Grünen abwanderten. Hier betont Jansen, die SP müsse diese Wähler zurückholen, indem man wieder mehr den Bewegungscharakter der Partei betone. «Wir müssen die SP stärker zu einer Bewegung machen und näher zu den Bewegungen auf der Strasse rücken.» Dies könne man etwa erreichen, indem man die bisher noch zentralisierten Parteistrukturen überarbeite.

Rücktritt von Levrat kein Thema

Soll SP-Chef Christian Levrat nach dem Wahldebakel den Hut nehmen? Trotz heftiger Kritik am Kurs der Partei sagt Jansen: «Es ist nicht zielführend, das Resultat an einer Person festzumachen.»

Levrat erklärte am Sonntag, man habe das Ziel erreicht, die rechte Mehrheit im Nationalrat zu brechen. «Trotz unseres grünen Parteiprogramms wurden wir nicht belohnt. Wir tragen halt nicht Grün im Namen.» Obwohl eine grüne Politik zur DNA der SP gehöre. «Gleich wichtig ist aber auch die Tatsache, dass die Linke insgesamt gestärkt wurde.»

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chef am 21.10.2019 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit jetzt Vorbild!

    An alle grünen und linken Wählern. Nicht Wasser predigen und Wein trinken! Keine Flüge, Auto weg, kein Fleisch, keine Importe, Heizung abstellen, keine Open Airs und vor Allem Natel entsorgen!!!!!!

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  • Peter aus Thun (ohne Berg) am 21.10.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Massive Eingriffe notwendig

    Die Klimafrage wird massiv neue Modelle benötigen. Alte Rezepte wie "Verteuerung" helfen nicht. Die Armen leiden und den Reichen ist es egal wenn zB der Benzinpreis steigt. Und der Verbrauch bleibt wie vorher. Klimapolitik bedeutet nicht AUCH Sozial- und Wirtschaftspolitik - es IST S- und W-Politik! Wenn wir echt für das Klima etwas bewegen wollen geht das nur mit echt massivem Konsumverzicht. Und dies wird unweigerlich zu einer massiven Reduktion von Arbeitsplätzen führen. Das wiederum muss von Beginn weg sozial begleitet werden. Sonst kommt es auch in der Schweiz zu massiven Ausschreitungen.

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  • uri am 21.10.2019 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vive la Revolucion!

    Dass Junge eher links sind, das war schon immer so. Mit dem Alter und mit mehr Lebenserfahrung kommt vermehrt konservatives Gedankengut zum tragen. => also nicht wirklich eine Berichterstattung wert ... es ist eine individuelle Zeiterscheinung der Lebensphase. Das muss nicht schlecht sein, ist aber auch nicht wirklich spannend.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • DavidBelfort am 23.10.2019 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Mario am 21.10.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Platz für Doppelmoral und Puritanismus

    Diese PolitikerInnen versuchen den potenziellen Wählern die Leviten zu lesen, bzw. manipulieren und diktieren als wäre sie Ameisen oder Bienen... aber langsam langsam kriegen sie die Retourkutsche zurück. Es hat mir Wunder genommen, dass Frau Funiciello noch gewählt wurde - meine Stimme kriegte sie nicht.

  • Borner Felix am 21.10.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chance verpasst

    Wenn die SP ihr heutiges Programm vertreten würde aber in Sachen Migration wie die SVP handeln würde, hätte sie um die 30% Wähleranteil und wäre die klare Nr. 1.

  • Seislerbueb am 21.10.2019 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Sozialist

    ist immer noch der hart arbeitende BüezerIn, welche sich tagtäglich abrackert und brav seine Steuern und Sozialbeiträge bezahlt, wovon jene Leute profitieren welche nicht arbeiten können oder in ihrem leben genung gearbeitet haben(Pensionierte). Ich will nicht alle Linken und Grünen in einen Topf werfen, aber deren Klientel, so macht es jedenfalls dem Eindruck. Besteht hauptsächlich aus Staatsangestellten, Akademikern, Studierenden. Also Leute welche ihren Lohn aus Steuergeldern beziehen oder davon profitieren. Diese Leute arbeiten oft Teilzeit und kassieren dann auch noch fürstliche Renten.

  • Dr. Rollator am 21.10.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat

    Wann wird jetzt endlich der Kapitalismus überwunden? Nachher wird alles automatisch besser. Der Staat weiss genau was gut ist für uns!

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