Wahlen 2019

30. September 2019 10:19; Akt: 30.09.2019 18:21 Print

Kaum eine SVP-Frau hat Lust auf Bundesbern

Erstmals kandidieren über 40 Prozent Frauen für den Nationalrat. Eine Analyse zeigt, welche Parteien wie viele Frauen ins Rennen schicken.

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Noch nie wollten so viele Frauen in den Nationalrat: Über 1873 Kandidatinnen und 2772 Kandidaten treten am 20. Oktober zur Wahl an. Erstmals überschreitet der Frauenanteil auf den Wahllisten die 40-Prozent-Schwelle, wie eine statistische Analyse im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen EKF zeigt.

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Als einzige Partei haben die Grünen, die 2019 als «Klima- und Frauenjahr» deklariert haben, mit 55,4 Prozent Frauenanteil in sämtlichen Kantonen gleich viele Kandidatinnen wie Kandidaten auf ihren Wahllisten – oder gar eine Frauenmehrheit.
Am anderen Ende der Skala findet sich die SVP: Im Durchschnitt liegt der Frauenanteil bei der Volkspartei bei 22,1 Prozent. Im Kanton Schwyz und Schaffhausen tritt sie ohne Kandidatinnen an.

Frauenanteil nimmt stetig zu

Die SP, die sich für «gestreifte Listen» mit alternierenden Namen von Frauen und Männern entschied, kommt auf einen durchschnittlichen Frauenanteil von 51 Prozent. In einigen Kantonen, etwa in Bern oder Basel, hat die Partei geschlechtergetrennte Wahllisten eingereicht.

Insgesamt hat der Frauenanteil bei allen Parteien zugenommen. Nachdem der Kandidatinnenanteil seit den Neunzigerjahren bei rund 35 Prozent stagnierte, wird 2019 mit einem deutlichen Sprung die 40-Prozent-Schwelle überschritten. Der höchste Zuwachs seit den Wahlen 2015 verzeichnete die GLP mit 7,8 Prozent.

Trotzdem in der Minderheit

Die vorliegende Analyse konzentriert sich auf die zwanzig Proporzkantone der Schweiz. Nicht berücksichtigt werden die Majorzkantone, also Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus und das Appenzell, da in den meisten von diesen keine offiziellen Wahllisten aufgestellt werden und es somit auch keine offiziellen Kandidaturen gibt.

Noch glänzt die Schweiz aber nicht in Sachen Frauenanteil: In keinem Kanton kandidieren mehr Frauen als Männer. Die Kandidatinnen sind insgesamt in sämtlichen Kantonen auf den
Wahllisten in der Minderheit.

(dk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • felsasepp am 30.09.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen

    Eigentlich sollten ja die geeignetsten Menschen gewählt werden - das Geschlecht ist hierbei vollkommen unerheblich.

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  • Leiterlispiel am 30.09.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlecht ist irrelevant

    Hört bitte endlich mit dem Geschlechterquatsch auf. Es kommt auf die politische Einstellung und auf die Handlungen an. Geschlecht, Hautfarbe und dergleichen (nicht veränderbare Charaktistiken) sind dabei völlig egal.

  • Frauen Wähler am 30.09.2019 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SVP Frauen

    Was schreiben die da wieder für einen Blödsinn. Die SVP hat fast keine Frauen auf der Liste? Ich habe gewählt. Ausschliesslich SVP Frauen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Winter am 02.10.2019 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedem seine Sache

    Vielleicht haben es bei der Svp nicht soviele Frauen nötig auf Staatskosten zu leben. Evt.haben sie ja interessantere Jobs, die ihnen mehr Freude machen. Ist doch jedem seine Sache. Die Linken haben dafür keine Frauen, die Arbeitsplätze schaffen usw.

  • Eidgenosse 2.0 am 02.10.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit, Eigenständigkeit, Sicherheit

    Die SVP-Frauen sind eben gescheiter als die SVP-Männer. Die wissen, dass sie bei den Wahlen einen Absturz erleiden werden und wollen sich nicht verheizen. Ich würde jetzt schon mal einen Ersatz für Köppel und Glarner suchen!

  • steri am 02.10.2019 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Frauen

    Auch auf den Plakaten der Freiburger SVP entdeckten wir keine Frauen!

  • corettli am 30.09.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SVP Frauen

    hats genug in der Partei ,denn die SVP muss sich nicht dem geschrei der anderen Parteien messen. Dieses Affentheater um den ganzen Zirkus, den gewisse Parteien von sich geben hat mit Politischen sachverständlichen Themen rein gar nichts mehr zu tun. Es ist eine Schande für unser Land,dass sich die Parteien gegenseitig so bekriegen,statt miteinander lösungen zu suchen,dass es dem Volk und der Wirtschaft im einklang mit der Natur besser geht.

  • RB aus B am 30.09.2019 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschlecht egal

    Warum ist das Geschlecht relevant in der Politik? Wählt einfach die beste Person!?