Aargau

22. Oktober 2019 15:53; Akt: 22.10.2019 16:35 Print

Wermuth zieht Ständerat-Kandidatur zurück

Im Kanton Aargau bleibt offen, wer Philipp Müller und Pascale Bruderer Wyss im Ständerat beerbt. Cédric Wermuth tritt nicht zur Ständerats-Stichwahl an.

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Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth tritt nicht zur Ständerats-Stichwahl an. Dafür steigt Ruth Müri (Grüne) erneut ins Rennen. Darauf einigten sich die Parteien. FDP und SVP lagen im ersten Wahlgang vorne.

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Er haben diesen Entscheid persönlich getroffen, sagte Wermuth am Dienstag vor den Medien in Aarau. Nicht seine politische Karriere stehe im Vordergrund, sondern es gehe um die Verantwortung für das Ganze. Die Kräfte für die soziale und ökologische Wende müssten gebündelt werden.

Es seit Zeit für eine grüne Aargauer Ständerätin, sagte Müri. Es könne nicht sein, dass zwei rechtsbürgerliche Männer den Aargau im Ständerat vertreten würden. Die grüne Grossrätin und Stadträtin von Baden erhält für den zweiten Wahlgang die Unterstützung der SP.

16'000 Stimmen weniger als SVP-Kandidat

Im ersten Wahlgang für den Ständerat hatte kein Kandidierender das absolute Mehr geschafft. Das Feld führten Thierry Burkart (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP) an. Burkart und Knecht treten zum zweiten Wahlgang an.

Wermuth erhielt mehr als 16'000 Stimmen weniger als Knecht und landete damit auf dem dritten Platz. Als Nationalrat wurde Wermuth klar wiedergewählt.

Den vierten Platz belegte Ruth Müri (Grüne), Grossrätin und Badener Stadträtin. Es folgte Marianne Binder (CVP). Sie wurde neu in den Nationalrat gewählt. Chancenlos blieben der wiedergewählte GLP-Nationalrat Beat Flach, BDP-Grossrätin Maya Bally und EVP-Grossrat Roland Frauchiger.

Der zweite Wahlgang findet am 24. November statt. Dann sind die zwei Kandidierenden gewählt, die am meisten Stimmen erhalten. Pascale Bruderer (SP) und Philipp Müller (FDP) vertraten in den vergangenen vier Jahren den Kanton Aargau im Ständerat. Sie traten nicht mehr an.

Grüne verzichten auf Regierungssitz

SP und Grüne einigten sich auch auf das Vorgehen mit Blick auf die Regierungsratsersatzwahl. SP-Nationalrätin Yvonne Feri tritt an, dafür zieht sich Grossrat Severin Lüscher (Grüne) zurück.

Feri hatte den zweiten Platz hinter SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati erzielt. Der Kandidat der Grünen lag auf dem fünften Platz. Auch die Kandidatinnen von FDP und GLP zogen sich zurück.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rotef Otze am 22.10.2019 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er gehört nicht in die Politik

    Diesen Typen braucht es nicht. Weder im Ständerat noch im Nationalrat. Er ist einfach nicht fähig dazu.

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  • Fritz am 22.10.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht überrascht

    Jetzt wo er seine Chancen schwinden sieht, spielt er den grosszügigen Gentleman. Für mich ist er wie seine Politik völlig unglaubwürdig! Hätte von Anfang an zu Gunsten einer Frau zurücktreten sollen.

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  • Real Talk am 22.10.2019 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    - 1 Problem

    Gott sei Dank! Eine Problem weniger...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ex-SP-Wähler am 22.10.2019 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SP-Männer werden ausgequotet

    Die SP-Frauen stellen den Feminismus konsequent über die Sozialpolitik, was ihnen mehr weibliche Wählerstimmen einbringt als ihren männlichen Parteikollegen, die es offenbar nicht mehr für nötig halten, die Interessen wirtschaftlich benachteiligter Männer zu vertreten.

  • Giovanni am 22.10.2019 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gott sei Dank

    Er ist sicher kein Standes Vertreter.

  • Wadenbeisser am 22.10.2019 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Untergang

    Grün ist die Hoffnung aber für die nächsten vier Jahre ist durch Grün der Untergang eingeläutet.

  • François Freiwasser am 22.10.2019 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, der Kopf ist ja bekanntlich rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.Wermuth hätte in der Kleinen Kammer dazu beitragen können. Soviel zum Wermuthstropfen. Aber nun steht die Ampel auf Grün. Auch gut!

  • Aargauer am 22.10.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Cleverer Schachzug

    Für viele Mittewähler ist Wermuth genauso wenig wählbar wie ein SVPler. Ruth Müri schafft das.

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