Talentschmiede an der Uni Freiburg

13. November 2009 12:53; Akt: 16.11.2009 10:39 Print

Die Fernsehstars von morgen

von Silvan Gertsch, Students.ch - Moderieren, filmen und cutten: Der Verein Unicam an der Universität Freiburg ermöglicht Studenten, praktische Erfahrungen in der TV-Welt zu sammeln.

Fehler gesehen?

«Bei Unicam bekommt man die Möglichkeit, sich intensiv und auf praktischer Ebene mit Fernsehjournalismus auseinanderzusetzen. Man kann vor und hinter der Kamera wertvolle Erfahrungen sammeln», sagt Unicam-Präsident Dominik Erb. Der Verein verfolgt das Ziel, Fernsehen von Studenten für Studenten zu machen und steht Studierenden der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Freiburg offen. Jeden Mittwoch wird eine neue Uniflash-Sendung ausgestrahlt, die auf der Homepage zu sehen ist.

Leistung wird angerechnet

Um die regelmässigen Beiträge realisieren zu können, ist Unicam einerseits auf die finanzielle Unterstützung von der Allgemeinen Studierendenschaft Fribourg (AGEF) angewiesen, die ein Budget für den Unterhalt des Materials zur Verfügung stellt. Andererseits produzieren die jungen Filmschaffenden auch Sendungen für die Studentenplattform Students.ch. Filme über die Campusgirls und Uniboys oder eine Berichterstattung am Lauberhornrennen sind nur ein paar der bisherigen filmischen Höhepunkte. Gegenwärtig sind über 40 Studentinnen und Studenten bei Unicam engagiert, wo sie deutsch- und französischsprachige Sendungen realisieren. Bei Unicam erlernen die Studis nicht nur ihr Handwerk. Bachelor-Studenten kriegen für ihr Engagement auch sogenannte Credits. Seit die Universitäten auf das Bologna-System umgestellt haben, erhalten Studierende als Leistungsanerkennung Credits für Vorlesungen, Seminare – und eben auch für das Unicam-Programm.

Vorbereitung aufs Berufsleben

Ein Besuchermagnet sind die Uniflashs noch nicht. Sie werden im Schnitt von 150 bis 400 Personen geschaut – bei Interviews mit prominenten Gästen klicken bedeutend mehr Zuschauer in die Videobeiträge. «Unicam ist eine ausgezeichnete Plattform, um das Grundhandwerk als Moderatorin oder VJ zu erlernen», sagt Dominik Erb, der im dritten Semester Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Und er fügt an: «Durch die vielen Aufträge kann man eine Menge Kontakte knüpfen, die für einen späteren Einstieg ins Berufsleben von zentraler Bedeutung sein können.»

Studenten bei Lokalsendern

Unicam ist also in erster Linie eine Ausbildungsstätte und Talentschmiede – obschon der grosse Sprung eines Mitglieds zum Schweizer Fernsehen noch ausgeblieben ist. «Wir hatten aber Leute in unseren Reihen, die es zu Lokal-Sendern wie TeleBärn oder TeleTell geschafft haben», sagt Dominik Erb. Ausserdem hat Unicam Neuland betreten. Vergleichbare Angebote an anderen Universitäten gebe es nämlich keine. «Es sind zwar einzelne Ansätze von Studentenfernsehen in Bern, Basel oder Zürich ins Leben gerufen worden. Die Organisation ist aber kaum bis gar nicht vorhanden», sagt Dominik Erb.