Allergien-Katalysator

20. Mai 2011 13:45; Akt: 23.05.2011 11:54 Print

Alkohol gibt Heuschnupfen Auftrieb

Nirgends schmeckt die Stange Bier oder das Glas Wein besser als unter freiem Himmel. Allergiker sollten sich jedoch vorsehen: Alkohol verschlimmert die Symptome des Heuschnupfens.

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Im Teppich fühlen sich Milben besonders wohl. Deshalb sollten Allergiker in ihren Wohnräumen auf einen glatten, abwaschbaren Bodenbelag achten. Duvets und Kissen sind wahre Milbennester: Tauschen Sie sie gegen spezielle Bettwaren für Allergiker ein (Duvets, Kissen, Bettwäsche, Matratzen bzw. Matratzenbezüge). Matratzen regelmässig mit Anti-Milbenspray (Bio) behandeln. Der Spray verhindert die Nahrungsaufnahme der Tiere - er lässt sie «verhungern». Für Milbenkot-Allergiker eignen sich besonders Ferien auf über 1200 Meter ü. M. oder Urlaub direkt am Meer. Dort sind sie - normalerweise - vor einer Milbeninvasion sicher. (Bild: pixelio.de) Trotzdem: Ein milbendichter Schlafsack (Bild: proidee.ch) sollte unbedingt mit ins Gepäck. Bücher sind etwas Wunderbares - doch in offenen Regalen haben sie in Allergiker-Haushalten nichts verloren: Bunkern Sie Ihre Heimbibliothek in gut verschliessbaren Glasvitrinen. Auch von Kleinkram sollten Sie sich verabschieden. Vorhänge sind wahre Staubfänger: Tauschen Sie sie gegen leicht zu reinigende Jalousien aus. Aber auch hier gilt: Lieber oben lassen und nur selten benutzen, denn zwischen den Lamellen sammelt sich der Schmutz an. (Bild: pixelio.de) Wer gegen Reinigungschemikalien allergisch ist, sollte es mit einem Dampfreiniger versuchen: Auch ohne Putzmittel lassen sich so Schmutz, Keime, Viren und Pilze wirksam und umweltschonend entfernen. Zwar ist trockene Luft ein Staubbeschleuniger: Doch Hausstaub-Milben entwickeln sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent besonders gut. Ein Wert um die 50 Prozent ist ok. Ein feuchtes und warmes Klima ist Ideal für Hausstaubmilben: Deshalb ist regelmässiges Lüften der Wohnräume ein Muss. Tischdecken absorbieren den Staub - deshalb sollten diese Stuben-Dekorationen sehr selten oder gar nicht zum Einsatz kommen. (Bild: pixelio.de)

Die Bildstrecke oben verrät, wie Sie aus Ihrer Wohnung eine allergiefreie Zone zaubern können.

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An Heuschnupfen leidende Menschen sollten vor allem in der Zeit starken Pollenflugs auf Alkohol verzichten. Bier, Wein und Schnaps enthielten Histamin, das die Heuschnupfensymptome verschlimmern könne, erklärt Harald Morr, Präsident der Deutschen Lungenstiftung. «Histamin agiert im menschlichen Körper als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die typischen allergischen Symptome verursachen.»

Patienten mit Heuschnupfen sollten auch stark gechlorte Schwimmbäder meiden. Chlor könne nicht nur die Augen reizen, sondern auch die Haut und Atemwege überempfindlicher Menschen angreifen und Husten und Luftnot verursachen, erläutert Morr.

Wer als Allergiker trotz Medikamenten an einem hartnäckigen Reizhusten leide, sollte zu einem Lungenfacharzt gehen, empfiehlt er. Denn ein solcher Husten könne auf eine allergische Reaktion in den tieferen Atemwegen und damit auf ein beginnendes Asthma hinweisen. In diesem Fall reichten Antihistamin-Tabletten nicht mehr aus, unter Umständen müssten cortisonhaltige Nasensprays verwendet werden. «Keinesfalls sollte man hoffen, dass die Symptome von selbst wieder verschwinden und an Medikamenten sparen beziehungsweise ganz darauf verzichten», warnt er.

(ap)