Krankenakte

24. März 2011 12:51; Akt: 24.03.2011 16:14 Print

Die vielen Leiden der Elizabeth T.

Krankheiten waren Elizabeth Taylors ständige Begleiter. Begonnen hatte das Martyrium bereits im frühen Kindesalter - durch eine von der Mutter verordneten Tortur.

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Elizabeth «Liz» Taylors Tortur beginnt im frühen Kindesalter: Liz ist sehr klein, deshalb lässt sie ihre Mutter Sara mit Hilfe eines Streckbetts behandeln. Durch die Prozedur zieht sich das Mädchen einen bleibenden Wirbelsäulen-Schaden zu. Während der Dreharbeiten zu «Lassie» bricht sie sich 1943 «bz» zufolge einen Fuss. Die negativen Folgen der Streckprozedur im Kindesalter machen sich bei Taylor früh bemerkbar: Als junge Frau musste sie sich einer Bandscheiben-OP unterziehen. 1978 nehmen Ärzte bei der Schauspielerin einen Luftröhrenschnitt vor, um sie künstlich beatmen zu können. Grund für den Eingriff ist eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. Dieses Foto entsteht übrigens zwei Jahre zuvor am Filmset von «Der blaue Vogel». Das kleine Mädchen links ist Patsy Kensit. Wenige Jahre später erlebt sie als Sängerin der Band Eighth Wonder den grossen Durchbruch. Das strahlende Lächeln trügt: Tief im Inneren der Taylor sieht es ganz anders aus. Sie fühlt sich einsam, leidet zeitweise an schweren Depressionen. 1997 muss der Filmdiva ein Hirntumor entfernt werden. Immer wieder erleidet sie Schwächeanfälle. Mehrmals in ihrem Leben hat Liz Taylor mit Lungenentzündungen zu kämpfen. Auch die Arthritis - eine entzündliche Gelenkerkrankung - macht der Mimin zu schaffen. Schwächeanfälle zwingen Taylor immer wieder in den Rollstuhl. Im Jahr 2002 lässt sie sich wegen Hautkrebs behandeln. Und immer wieder die Hüfte: Nach diversen Eingriffe bekommt Liz Taylor ein künstliches Hüftgelenk. 2008 nimmt sie - angeblich versehentlich - einen lebensbedrohlichen Mix aus Alkohol und Tabletten zu sich und wird ins Spital eingeliefert. Am 23. März 2011 erschüttert die Nachricht von Elizabeth Taylors Tod die Welt. Eine der letzten grossen Legenden des amerikanischen Kinos stirbt an Herzversagen.

Die Krankenakte der Elizabeth «Liz» Taylor.

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Sie war jung, bildschön und Millionen von Mädchen wollten so sein wie sie. Ihre ehrgeizigen Eltern waren früh bemüht, die kleine Elizabeth Rosemond Taylor ins Filmgeschäft zu bringen. Mit Erfolg: Nach einigen kleineren Engagements wurde sie durch Lassie zum Kinderstar.

Doch hinter der glamourösen Kulisse lauerte das Martyrium: Weil Liz sehr klein war, wurde sie - angeordnet durch die Mutter - einer schrecklichen Tortur unterzogen: Mit Hilfe einer Behandlung auf einem Streckbett sollte das zierliche Mädchen buchstäblich «in die Länge gezogen» werden. Durch die zweifelhaften Streckbemühungen erlitt das Kind bleibende Schäden an den Wirbeln und den Bandscheiben. Der Beginn einer langen Leidens- beziehungsweise Krankheitsgeschichte, wie die Bildstrecke oben zeigt.

(rre)