Neuer Speiseplan

28. Februar 2019 17:18; Akt: 28.02.2019 17:18 Print

Diese Diät hält dich und sogar die Erde gesund

Elf Millionen frühzeitige Tode verhindern und gleichzeitig die Welt retten? Ein spezieller Ernährungsplan soll es möglich machen.

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Wie muss Ernährung aussehen, die ... ... gut für die Gesundheit und gleichzeitig auch ... ... gut fürs Klima ist? Dieser Frage ist ein 37-köpfiges Forscherteam aus 16 Ländern, die sogenannte Eat-Lancet-Kommission, nachgegangen. Das Ergebnis ist ein ganz spezieller Ernährungsplan. Dieser gibt vor, welche Mengen man von welcher Art Lebensmittel essen sollte – pro Tag, wohlgemeint. Am meisten darf man demnach essen. Konkret sind 300 Gramm pro Tag gestattet. Etwas weniger sollte es von nicht überschritten werden. Knapp dahinter landen Produkte aus täglich konsumiert werden. Nochmals 32 Gramm weniger – nämlich gegessen werden. Deutlich weniger darf es bei den pro Tag und Person. Bei täglich sollten nicht überschritten werden. Für und ... ... täglich konsumiert werden. Dass pro Tag zu sich nehmen. Weniger sollte es von tierischen Produkten sein. Von pro Tag, ... ... von . Halb so viel – nämlich . Wer nun glaubt, diese geringe Mengenangabe liesse sich nicht noch weiter reduzieren, wird von den Forschern eines Besseren belehrt. Schlusslicht des Ernährungsplans für Gesundheit und Umwelt bilden nämlich gegessen werden. Das tönt nach Vorgaben, die völlig unmöglich umzusetzen sind. Denn wie soll man 13 Gramm Ei pro Tag essen, wenn doch ein Ei der Klasse M etwa viermal so schwer ist. Doch rechnet man die Angaben auf die Woche hoch, sieht es schon ganz anders aus. Schon länger empfehlen Ernährungswissenschaftler, den Verzehr von Fleisch herunterzuschrauben und dafür mehr Gemüse zu essen.

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Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das will ein internationales Forscherteam mit einem neu entwickelten Speiseplan, der sogenannten «Planetary Health Diet».

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Die im Fachjournal «The Lancet» vorgestellte Diät soll nicht nur den Menschen gut tun, sondern auch unseren Planeten vor dem Untergang retten. Ausserdem soll sie in verschiedenen Kulturen angewendet werden können.

Elf Millionen Leben retten

Es ist das erste Mal, dass Mensch und Umwelt zum gemeinsamen Massstab erklärt werden – aus gutem Grund, wie Tim Lang von der London City University erklärt.

«Wir sind in einer katastrophalen Situation. Die Art und Weise, wie wir essen, ist einer der Hauptgründe für den Klimawandel, den Verlust von Biodiversität und für Krankheiten.» Dazu zählten etwa Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Möglichst schnell, möglichst radikal

Entsprechend fordert der Bericht einen fundamentalen Wandel: «So wie unser Ernährungssystem sich im 20. Jahrhundert radikal verändert hat, denken wir, dass es sich im 21. Jahrhundert erneut radikal verändern muss», erklären die Forscher. Und das möglichst schnell. So rechnen die Wissenschaftler damit, dass es im Jahr 2050 rund 10 Milliarden Menschen zu ernähren gilt.

Doch nicht nur die Essgewohnheiten sollten sich ändern, auch die Nahrungsmittelproduktion muss sich laut den insgesamt 36 Studienautoren aus 16 Ländern dringend wandeln. So wäre es unausweichlich, in Technologien zur Reduzierung von Auswirkungen auf die Umwelt zu investieren. Zudem müsse das Wegwerfen von Lebensmitteln reduziert werden.

Es gibt auch Gegenstimmen

Die Empfehlungen kommen nicht überall gut an. Vor allem bei der Lebensmittelindustrie stossen sie auf Kritik, wie 3Sat.de berichtet. Die Studie «geht ins Extrem, um maximale Aufmerksamkeit zu erlangen», zitiert der deutsche TV-Sender Alexander Anton, den Generalsekretär des europäischen Milchindustrie-Dachverbands EDA. Er plädiert dafür, mit Ernährungsempfehlungen verantwortungsvoller umzugehen.

Wie sich die Forscher die zukunftsträchtige Diät vorstellen, zeigt die obige Bildstrecke. Die untere zeigt, welche 48 gängige Frucht- und Gemüsesorten hinsichtlich ihrer Pestizidbelastung heikel sind.

Auf diesem Gemüse hat es am meisten Pestizide – 2018

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GoatsForFree am 28.02.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grillabend am A.

    Also ob meine Gäste an einem Grillabend mit dem 14 Gramm Steak glücklich sind? Ich möchte die Empfehlung gerne mal auf einem Teller angerichtet sehen.

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  • rosalie am 28.02.2019 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diät

    ja ja. und morgen, kommt eine neue Diät.

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  • mario t. am 28.02.2019 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    basta

    Mensch willst du ewig Leben, ich esse auf was ich Lust habe. Basta.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr Waggis am 01.03.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie im Lied?

    Muss nur noch schnell die Welt retten......

  • Pampelmus am 01.03.2019 01:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nicht so schwer, Leute

    Die gesündeste Diät für den Planeten und uns selbst ist sowieso wenn wir uns mal zusammenreissen und ganz auf Tierprodukte verzichten. Offizieller, anerkannter Unterrichtsstoff im Umweltingenieurs-studium an der ZHAW und ETH.

    • K. Naller am 01.03.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

      Mag sein, dass

      Pampe und Mus einigen schmeckt, ich bevorzuge von Zeit zu Zeit eine Wurst, einen Braten oder ein Spiegelei zum Frühstück mit Speck.

    • Morty am 01.03.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Pampelmus

      Offizielle Gehirnwäsche an unserem staatlichen Institutionen. Danke für diese Einsicht. Sorry, aber mine Hirn ist kein Pampelmus sondern funktioniert noch vernünftig.

    • Auchkeinpapmelmus am 01.03.2019 17:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Morty

      Du hast echte Klasse bewiesen. Danke für den Brüller. Ich bin jetzt dein Fan. Mein Tag ist gerettet.

    • Dr Waggis am 01.03.2019 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pampelmus

      Das kommt davon wenn man an den Hochschulen nur grüne Professoren anstellt.

    • Grisu am 01.03.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Pampelmus

      Nein!!! Das gesündeste für unseren Planeten wäre, wenn sich etliche frühzeitig verabschieden würden!!!

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  • P. Meier am 28.02.2019 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    spannendes Verhältnis

    Das Mengenverhältnis von Kartoffeln und Zucker finde ich äusserst spannend....

  • Landwirtin am 28.02.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht ausprobieren

    So viele negative Kommentare ..... ich bin positiv überrascht,dass man so vieles essen darf/kann und es der Erde nicht schadet. Mein Mann sagte da verhungere ich.... warum nicht mal ausprobieren? So viel negatives schade probiert es doch mal aus rechnet es hoch 7 und ihr werdet sehen so schlimm wird es nicht sein.

    • Doris K am 01.03.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Woodoo

      Es ist lachhaft errechnen zu wollen, was der Erde schadet und was nicht. Wer solches tut, ist kein Wissenschaftler sondern ein Woodoo-Priester. Und solche selbst ernannten W00d00-Priester haben wir scheinbar allüberall immer wie mehr.

    • Salty am 01.03.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      Die Kommentare

      Hier werden immer besser. Popcorn ahoi!

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  • L.jino am 28.02.2019 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Richtung

    Warum 11 Mio retten, Es sind doch viel zu viele auf unserem Planeten und es werden immer mehr. Gibt es da auch einen gescheiten Vorschlag?

    • Jim Bean am 01.03.2019 15:38 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten

      Ja das hat die Lebensmittel- und Pharmaindustrie schon eingefädelt. Die Leute werden immer kränker, so wird die Menschheit wieder auf ein gesundes Niveau heruntergebracht.

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