Ohrenhygiene

05. August 2008 13:15; Akt: 05.08.2008 14:43 Print

Dieser Schmalz kann tödlich sein

Wer in den Ferien gerne mal abtaucht, sollte zuvor gründlich die Gehörgänge reinigen - und das nicht aus kosmetischen Gründen.

Fehler gesehen?

Es ist der Albtraum jedes Tauchers: Plötzlich die Orientierung zu verlieren und nicht mehr zu wissen, wo oben und wo unten ist. Schuld an dieser lebensbedrohlichen Situation ist die Beeinträchtigung des Innenohrs: Dort liegt unser Gleichgewichtssinn - ein Reiz, der unter Wasser ohnehin schon weniger stark ausgeprägt ist.

Zu viel Ohrenschmalz ist des Tauchers Tod

Schon eine geringfügige Beeinträchtigung des Orientierungssinns ist selbst für einen routinierten Taucher gefährlich. Wie das Gesundheitsmagazin «Medical Tribune» berichtet, kann die einseitige Verstopfung des Gehörgangs - zum Beispiel durch Ohrenschmalz - eine solche Gleichgewichtsstörung hervorrufen: Denn das kalte Wasser gelangt nur in ein Ohr.

Aber auch Taucher mit «befreiten» Gehörgängen sind nicht vor einer Gleichgewichtsstörung gefeit. Kommt es beispielsweise zu einer einseitigen Druckwelle, ausgelöst durch einen Flossenschlag, kann kaltes Wasser eine Trommelfellruptur auslösen. Normalerweise verschwindet die darauffolgende Drehschwindelattacke nach Erwärmung des Wasser im Ohr schnell wieder.

Wassersportler, die beim Aufstieg im Wasser von einer Schwindelattacke überrascht werden, sollten sich lieber nochmals in die Tiefe bewegen, um danach langsam aufzusteigen.

rre