EPI Life

21. Februar 2011 15:48; Akt: 21.02.2011 15:48 Print

Ein Smartphone, das Leben rettet

Das EPI Life ist mehr als ein normales Smartphone: Sein Besitzer darf sich dank eingebautem Pulsmesser und automatischer Notruf-Funktion jederzeit sicher fühlen.

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Gut vernetzt: Das EPI Life.
(Quelle: epi.com.sg)

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Erleidet ein Mensch einen Herzstillstand, so zählt jede Minute. Nicht immer ist im Notfall rechtzeitig kompetente medizinische Hilfe vor Ort. Ein Umstand, der jährlich tausende von Menschen das Leben kostet.

Warum also nicht ein Gerät mit überlebenswichtigen Features ausstatten, das ohnehin fast jeder bei sich trägt? Das dachten sich auch Entwickler in Singapur. Sie erschufen das EPI Life, ein Smartphone mit lebensrettenden Zusatzfunktionen, das bereits im vergangenen Sommer auf der CoumminicAsia 2010 in Singapur vorgestellt wurde. Bis vor kurzem war der Lebensretter für die Handtasche allerdings ausschliesslich in Asien erhältlich. Das soll sich nun ändern.


Das EPI Life bietet einen integrierten Pulsmesser und ein EKG «to go».


Im Gegensatz zu herkömmlichen Hightech-Mobiltelefonen ist das EPI Life mit einem Sensor ausgestattet, der den Puls seines Besitzers misst. Zusätzlich lässt sich ein Elektrokardiogramm (EKG) erstellen, das jederzeit Auskunft über die Herzgesundheit gibt.
Die Daten werden an ein mit dem Smartphone verbundenes medizinisches Zentrum weitergeleitet. Lassen die durch den Sensor ermittelten Daten etwa einen Herzstillstand vermuten, sendet das EPI Life einen automatischen Notruf. Das medizinische Zentrum schickt dann sofort eine Ambulanz an den Ort, an dem sich das Smartphone und sein Besitzer befinden.

Chow U-Jin, Leiter der medizinischen Abteilung des Herstellers spricht «Agence France Presse» zufolge von einer Revolution: «Neben den herkömmlichen Smarthphone-Funktionen bietet das EPI Life weltweit die Möglichkeit, jederzeit ein EKG zu erstellen und eine Rückmeldung von unserem medizinischen Zentrum zu bekommen», versichert U-Jin.

Das EPI Life – mehr Spielerei als Lebensretter?

Doch es gibt auch Kritik: Wie «imedicalapps.com» berichtet, sei das im EPI Life enthaltene Messgerät nicht in der Lage, zuverlässige und aussagefähige EKGs zu erstellen.

Mehr als 2000 Stück des vermeintlichen Lebensretters, der in jede Tasche passt, sind bereits auf dem Markt. Das Gerät kostet umgerechnet rund 660 Franken. Eine Mini-Version mit Bluetooth-Verbindung zum Preis von umgerechnet 93 Franken soll demnächst
in Frankreich und Spanien auf den Markt kommen.

(rre)