Brasilien

16. Februar 2016 04:42; Akt: 16.02.2016 05:16 Print

Forscher entdecken Zika-Virus in Babygehirnen

Ein Zusammenhang zwischen dem Zika-Erreger und der gefährlichen Fehlbildung von Kleinkind-Köpfen wurde schon lange angenommen. Nun konnte ein Beweis gefunden werden.

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Brasilianische Forscher haben das Zika-Virus in Gehirnen von Neugeborenen lokalisiert. Sie erbrachten damit ein weiteres Element zum Zusammenhang zwischen dem Erreger und einer gefährlichen Fehlbildung des Kopfes.

Die Ärztin Lucia Noronha von der Brasilianischen Gesellschaft für Pathologie sagte der Nachrichtenagentur AFP am Montag, das Virus sei im Hirngewebe nachgewiesen worden. Es sei aber noch nicht klar, wie der Erreger wirke.

Das Zika-Virus verursache Schäden im Gehirn, und das bestätige die Annahme eines Zusammenhangs zur Mikrozephalie, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringe Grösse aufweist. Noronha sagte, ihr Team an der Universität PUC Parana habe Gewebeproben von der Stiftung Oswaldo Cruz erhalten. Es seien dieselben Proben, die Wissenschaftler der US-Gesundheitsbehörde CDC bekommen hätten. Diese kamen laut Noronha «zum selben Ergebnis: die Präsenz von Zika im Fötushirn».

Brasilien ist mit geschätzten 1,5 Millionen Fällen das von der Zika-Epidemie am stärksten betroffene Land. Das von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragene Virus grassiert derzeit in Süd- und Mittelamerika. Nach Angaben der brasilianischen Behörden sind seit Oktober mehr als 4000 Babys mit Verdacht auf Mikrozephalie auf die Welt gekommen, 462 Fälle sind bislang bestätigt.

Der Kopf dieser Kinder ist deutlich zu klein und die Gefahr gross, dass sie geistig behindert sind oder unter neurologischen Schäden leiden werden.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • aburnens am 17.02.2016 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtiges Ergebnis

    Die Forschungsergebnisse sind ein erster wichtiger Schritt für das Verständnis der Geburtsschäden durch Zikaviren. Das wird bestimmt der so wichtigen Impfstoffentwicklung zusätzlichen Schub verleihen.

  • Peter Vogel am 16.02.2016 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Gibt es dieses Virus nicht schon lange? Warum wurde dieser Zusammenhang erst jetzt festgestellt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • aburnens am 17.02.2016 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtiges Ergebnis

    Die Forschungsergebnisse sind ein erster wichtiger Schritt für das Verständnis der Geburtsschäden durch Zikaviren. Das wird bestimmt der so wichtigen Impfstoffentwicklung zusätzlichen Schub verleihen.

  • Peter Vogel am 16.02.2016 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Gibt es dieses Virus nicht schon lange? Warum wurde dieser Zusammenhang erst jetzt festgestellt?

    • aburnens am 17.02.2016 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Vogel

      Virus seit 1947 bekannt. Erster Fall beim Menschen 1952. Kleinere Ausbrüche 2007 und 2010 auf Pazifikinseln. Damals erstmals der Verdacht auf Zusammenhang mit Schäden bei Neugeborenen. Erst bei den zahlreichen Fällen aktuell in Südamerika wurde der Verdacht sehr stark.

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