Entdeckung

16. Februar 2011 20:38; Akt: 16.02.2011 20:38 Print

Genmutation verhindert Krebs

Krebs oder Diabetes - für eine Gruppe von etwa 100 Kleinwüchsigen in Ecuador nahezu unbekannt. Sie sind Träger einer Genmutation, die zukünftig auch andere Menschen vor diesen Krankheiten bewahren könnte.

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Verschiedene Faktoren stehen im Verdacht, Krebserkrankungen zu begünstigen. Nachfolgend einige Beispiele... . Viele Sonnenschutzmittel enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe. Trotzdem gilt: Lieber dick mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und somit das Hautkrebsrisiko minimieren. Sogenannte Azofarbstoffe werden auch zum Tätowieren verwendet. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Alkohol wird - wenn auch nur indirekt - zum Krebsrisiko: Seine Abbauprodukte können den Körper schädigen. Eine deutsche Studie brachte es ans Licht: Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, haben ein grösseres Risiko an Blutkrebs zu erkranken. Die genetische Disposition kann das Krebsrisiko erhöhen, wie zeigt. Schlanke Menschen leben gesünder - und verringern ihr Krebsrisiko (). Feuerwehrmänner leben auch langfristig wegen riskanter Einsätze gefährlich: Sie kommen regelmässig mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. Diätexperten raten zum regelmässigen Verzehr von Fisch, Gemüse und Früchten. Wer viel rotes Fleisch (also Rind, Schwein, etc) zu sich nimmt und nicht auf eine ausgewogene Ernährung achtet, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Das Rauchen eines Joints ist 20 Mal so krebserregend wie das Qualmen einer normalen Zigarette. Dies besagt eine Studie des Medizinischen Forschungsinstituts in Wellington, Neuseeland. Sogar in Kochutensilien wurden krebserregende Stoffe gefunden. gibts mehr zum Thema. Sogar Menschen, die regelmässig nachts arbeiten müssen, sind . Durch Raps erzeugter Treibstoff ist mit Vorsicht zu geniessen, wie in zu lesen ist.

Krebs - eine der grössten Geisseln der Menschheit.

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Wie Forscher im Fachblatt «Science Translational Medicine» berichten, könnte eine Genmutation eine kleine Gruppe von Menschen in Ecuador vor Bürden wie Krebs oder Diabetes schützen.

Die Wissenschaftler um Jaime Guevara-Aguirre und Valter Longo untersuchten die Menschengruppe über 23 Jahre hinweg. Bei den Menschen ist ein Wachstumshormon namens GHR verändert und praktisch niemand aus der Gruppe erkrankt an altersbedingter Diabetes oder an Krebs.

Laut den Forschern sind Mutationen an dem menschlichen GHR-Gen den lebensverlängernden Genveränderungen in einfachen Organismen wie der Bäckerhefe sehr ähnlich. Unter anderem würden sich Zellen mit dieser Genmutation unter schädigenden Umwelteinflüssen eher selbst zerstören, als DNA-Schäden anzusammeln wie im normalen Zustand.

Die Forscher spekulieren, dass die Blockade des GHR-Gens in ausgewachsenen Menschen eine ähnliche Wirkung haben könnte wie bei den Kleinwüchsigen in Ecuador. Bei den Menschen in Ecuador handelt es sich um eine kleine Gruppe von Nachfahren spanischer Juden, die zum Katholizismus übertraten, um der Inquisition zu entgehen.

(sda)