Weggesnieft

10. Mai 2012 20:08; Akt: 11.05.2012 09:32 Print

Kokain lässt das Gehirn schrumpfen

von Laurina Waltensperger - Kokain lässt das Gehirn seiner Konsumenten schnell alt aussehen. Auch wer nur gelegentlich zum Pulver greift, muss um seine Gesundheit fürchten, wie Forscher jetzt aufzeigen.

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Selbst gelegentliche Kokser büssen an intellektueller Leistungsfähigkeit ein. (Bild: istock)

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Samstagnacht, der Boden vibriert, die Musik dröhnt – mit etwas Kokain ist alles noch intensiver. Sniefen gilt bei vielen als harmlos und gehört zum allwöchentlichen Clubbing dazu. An Gehirnschäden denkt kaum einer. Eine neue Studie zeigt jedoch: Bei regelmässigem Kokainkonsum schrumpft das Gehirn fast doppelt so schnell wie bei der normalen, altersbedingten Rückbildung.

Die Neurowissenschaftlerin Karen Ersche von der Uni Cambridge hat in ihrer Studie 120 Menschen zwischen 18 und 50 Jahren untersucht. Aufnahmen mit dem Magnetresonanztomografen (MRT) zeigen, dass das Gehirn bei den süchtigen Probanden ein wesentlich geringeres Volumen aufweist als jenes von Nicht-Süchtigen.

Gedächtnis-, Reaktions- und Aufmerksamkeitsverlust

Besonders betroffen ist das vordere Grosshirn, der so genannte präfrontale Cortex, welcher Handlungen und emotionale Prozesse steuert: Einige Probanden wiesen dort Veränderungen auf, wie man sie sonst bei Personen ab 60 Jahren beobachtet. Zudem litten sie unter Gedächtnis-, Reaktions- und Aufmerksamkeitsverlust.

Auch Boris Quednow, Kokain-Forscher und Professor an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich, warnt vor den Auswirkungen des Pulvers. «Erste Daten unserer neuen Studie zeigen, dass es bereits beim Gelegenheitskonsum zu Verschlechterungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit kommt.» In einer Langzeitstudie will Quednow nun herausfinden, welche weiteren Auswirkungen Kokain beim gelegentlichen Konsum auf das Gehirn hat.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mari jane am 11.05.2012 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schonwiedersonenkiffer

    Besser raucht Weed:-)

  • Nobody am 11.05.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    seich ;)

    seich konsumiere sit 13i koks und sit öbe 17, also rund 6 jahr, jedes weekend. studiere aber und han kei problem im chopf^^

    einklappen einklappen
  • kavi am 11.05.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    (N)Ovum Columbi

    Wo eine Gewohnheitshorde andere Gehirnmerkmale hat, wirkt was ursächlicher? Was geht vor, was kommt nach? Tags davor ist man sein eigener Vor-, tags danach sein eigener Nachfahre. Zehrend wirken vielleicht vielmehr Fehler bei der Kräfteverwaltung im Körper durch übertriebene Leistung & untertriebene Ruhe. Solche (Vorbilder) schaden sich & sonstigen (Nachbarn) durch Ruhestörung & Leistungsanspruch. Milde mit sich & sonstigen schützt sicherlich Schätze wie Körper & Geist, ob nun mit Koka oder Kola, Gerste oder G(e)H(a)B(e)...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Locco am 13.05.2012 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    rauchet besser eis..

    EIN JOINT AM MORGEN VERTREIBT KUMMER UND SORGEN.. SCHEISS UF ALLI HARTE DROGE..

  • Hanna Fröhlich am 12.05.2012 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Koks

    Hast Du Coci in der Blutbahn kannst du bumsen wie ein Truthahn ;-)

  • Felix Müller am 11.05.2012 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chemie pur

    Eine Droge die unter anderem mit Kerosin hergestellt wird kann kaum für das Gehirn gut sein. Aber eben, man lebt scheinbar nur für den Moment...

  • kavi am 11.05.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    (N)Ovum Columbi

    Wo eine Gewohnheitshorde andere Gehirnmerkmale hat, wirkt was ursächlicher? Was geht vor, was kommt nach? Tags davor ist man sein eigener Vor-, tags danach sein eigener Nachfahre. Zehrend wirken vielleicht vielmehr Fehler bei der Kräfteverwaltung im Körper durch übertriebene Leistung & untertriebene Ruhe. Solche (Vorbilder) schaden sich & sonstigen (Nachbarn) durch Ruhestörung & Leistungsanspruch. Milde mit sich & sonstigen schützt sicherlich Schätze wie Körper & Geist, ob nun mit Koka oder Kola, Gerste oder G(e)H(a)B(e)...

  • user am 11.05.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    so schlimm wie hier dargestellt ist es dann doch auch wieder nicht