Studie

07. November 2008 10:41; Akt: 03.08.2010 14:57 Print

Migräne hat auch etwas Gutes

Regelmässige, starke Kopfschmerzattacken können die Lebensqualität massiv einschränken. Doch Forscher in den USA stiessen jetzt auf etwas, was die Migräne zumindest für Frauen etwas erträglicher machen sollte.

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Eine amerikanische Studie zeigt, dass Frauen, die regelmässig solchen Kopfschmerzattacken ausgesetzt sind, eine um 30 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit für ein Mammakarzinom haben. Dieser Zusammenhang galt vor allem bei jenem Grossteil der Tumoren, die Rezeptoren für die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron haben.

Für diese Beobachtung haben die Epidemiologen des Fred Hutchinson Krebsforschungszentrums in Seattle, die die Daten von rund 3.400 Frauen auswerteten, keine klare Erklärung. Sie betonen aber, dass der Hormonhaushalt sowohl die Neigung zu Migräne als auch das Risiko für Brustkrebs beeinflusst.

So haben etwa Nutzerinnen der Antibabypille eher in der Woche Migräne, in der sie keine Hormone einnehmen. In der Schwangerschaft treten solche Attacken dagegen wesentlich seltener auf, wie die Forscher in der Zeitschrift «Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention» berichten. Möglicherweise schützt ein hoher Östrogenspiegel vor Migräne, erhöht aber gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit eines Brusttumors.

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(ap)