15 Fakten

25. Oktober 2019 15:04; Akt: 25.10.2019 15:07 Print

Blasenentzündung nicht so harmlos, wie du denkst

Was viele Menschen nicht wissen: Harnwegsinfekte sind nicht nur lästig, sondern auch potenziell tödlich. Und Cranberry-Saft hilft nicht.

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, da die weibliche Harnröhre kürzer ist als die männliche und Krankheitserreger schneller ihr Ziel erreichen. Laut einer im «British Journal of Family Medicine» veröffentlichten Studie leidet jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Für sie steigt das Risiko ab dem 50. Lebensjahr. Grund: Männer in dem Alter haben oft eine vergrösserte Prostata und eine verengte Harnröhre. Dadurch wird der Harnabfluss behindert, sodass sich vermehrt Krankheitserreger in Blase und Harnröhre sammeln. Unter anderem trinken Frauen dann oft zu wenig, was verhindert, dass die Bakterien aus der Blase gespült werden. Zudem steigert Wassersport das Risiko, mit den Bakterien in Kontakt zu kommen. Auch nasse Bikini-Höschen tragen zu diesem Effekt bei. Doch auch wenn es draussen wieder kälter wird, kann das unangenehme Ziehen im Unterleib zurückkommen, etwa wenn man in zu leichter Kleidung auf kaltem Untergrund sitzt. , weil Sex zu Schleimhautverletzungen und Harnröhren-Reizungen führen kann. Durch die gleichzeitige Veränderung des Scheidenmilieus können sich Erreger der Vagina auf der vorgeschädigten Schleimhaut vermehren und in die Blase gelangen. , denn jede Blasenentzündung lässt eine leicht entzündliche Wunde zurück. Frauen, die einmal die schmerzhafte Erfahrung gemacht haben, sind deshalb davon meist öfter wieder betroffen. , um sich gegen Zystitis zu schützen: Sie können weder einer Blasenentzündung vorbeugen noch ihre Heilung herbeiführen. Wichtiger ist es, ... ... sich immer von der Scheide zum After hin zu säubern und ... .... nach dem Geschlechtsverkehr möglichst bald aufs WC zu gehen. , meistens sind jedoch Darmbakterien verantwortlich, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. In seltenen Fällen verursachen aber auch Viren, Pilze oder Würmer das Ziepen in der Blase. Nur er kann bestimmen, wie die Therapie aussehen muss. Verlässliche Linderung verschaffen in der Regel Antibiotika. ... Welches davon im Einzelfall das richtige ist, offenbart ein Urintest. So bleiben beispielsweise die gängigen Mittel gegen den häufigsten Zystitis-Erreger (E.coli) bei der Therapie oft wirkungslos. Konkret: Ampicillin versagt in 60 Prozent, Trimethoprim/Sulfamethoxazol in 30 Prozent der Fälle. Und selbst die alternativ eingesetzten Chinolone sind schon bei jeder zehnten Behandlung nutzlos. Steigt sie in die Nieren auf und weitet sich die Entzündung auf andere Organe aus, droht eine Nierenbeckenentzündung und im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung. 11. Damit es nicht so weit kommt, sollten Betroffene nicht nur viel trinken, ... ... sondern auch so oft wie möglich aufs WC gehen. Denn wenn sich über längere Zeit Urin in der Blase sammelt, können sich die Bakterien schneller vermehren. Auch den Harndrang sollte man nicht unterdrücken, weil dadurch die Blasenmuskulatur überdehnt und die Blase nicht mehr vollständig entleert wird. : Besser als stark gewürzte Speisen, viel Salz, Kaffee, Alkohol oder schwarzer Tee, die alle die Blase reizen und damit die Grundlage für eine Entzündung schaffen, sorgen Hülsenfrüchte, Fisch, Vollkorn und Gemüse für sauren Urin, in dem es Erreger schwerhaben. Lassen Sie die Strings und Synthetik-Unterhosen im Schrank und tragen Sie stattdessen bequeme Höschen aus Baumwolle. , um der Entzündung die Gelegenheit zu geben, vollständig abklingen zu können. Einziger Trost: In der Regel sind Harnwegsinfekte so schmerzhaft, dass die Lust auf Geschlechtsverkehr sowieso vergeht. Denn wer übertriebene Intimhygiene betreibt, beschädigt den Säureschutzmantel von Haut und Genitalbereich. Dadurch haben Bakterien leichtes Spiel und können schneller in den Körper gelangen

Zum Thema
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Schmerzen beim Wasserlassen, Brennen in der Harnröhre und trüber, meist übelriechender Urin – das sind die untrüglichen Symptome einer Blasenentzündung. Viele Menschen haben bereits Erfahrungen damit gemacht. Der grösste Teil sind Frauen. Jede Zweite ist im Laufe ihres Lebens mindestens einmal davon betroffen.

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Warum sie entsteht, wie man sie wieder loswird und wie man sich vor einer Zystitis – so der Fachausdruck – schützt, erfährst du in der obigen Bildstrecke.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lena am 25.10.2019 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D Mannose hilft!

    Hatte unzählige Harnwegsinfekte. Immer wieder Antibiotika! Dank D Mannose und Preiselbeer nun seit Jahre Ruhe!

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  • Ich am 25.10.2019 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Globui

    Da gibts jetz sicher ein paar Daumen runter, aber ich war eine zeitlang anfällig auf Blasenentzündungen. Einmal nahm ich Antibiotika, danach merkte ich dass Globuli nützen! Auch Birkenblättertee dazu trinken ist sehr gut

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  • Mona am 25.10.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cranberry wirkt sehr wohl

    Welche Studie will nun wieder behaupten, dass Cranberryextrakt nicht hilft gegen Harnwegsinfekte? Ich habe dieses Produkt in meiner Hausapotheke. Nehme ich es ein bei den ersten Anzeichen eines Harnwegsinfektes, kann ich einen Ausbruch verhindern. Hingegen kommt ein Antibiotika erst nach einem Arztbesuch zum Einsatz. Bis dahin können sich die Bakterien um ein vielfaches vermehren. So bin ich schneller und musste schon einige Jahre keine Antibiotika mehr einnehmen, obwohl meine Harnwege anfällig sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Empfehlung am 26.10.2019 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demmanose

    Demmanose ist das beste! Hilft bei akuter Entzündung und zur Vorbeugung. Leider wird es von den KK noch nicht übernommen, hoffe dies ändert sich bald.

  • Elli am 26.10.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bauchfrei

    Hatte schon 2 sehr schlimme Blasenentzündungen und 3 eher weniger schlimme. Wenn ich heute sehe, wie junge Mädchen/Frauen bauchfreie Shirt/Pullover tragen, denke ich immer, dass das nicht gut geht!

  • Gag am 26.10.2019 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halt so eine Sache!

    In die richtige Richtung putzen und mild Waschen, oder nur mit Wasser, hilft auch! Schwimmbäder meiden!

  • Man Lernt am 26.10.2019 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Think

    Bestimmt das Bakterium und verzichtet auf Antiobiotika. So wird man die Entzündung richtig los, habe den Fehler auch zu oft gemacht und Ärzten blind vertraut.

  • Kevin am 26.10.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten?

    Diese Fakten basieren auf einer Lehre, die den Menschen nicht ganzheitlich betrachtet und lediglich Symptome behandelt und therapiert- nicht die Ursachen beleuchtet, weil es keine gäbe. Also das Problem - die Wirkung - sei das Problem. Ergo: Eine Irrlehre und nicht wissenschaftlich. Wer aber die biologischen Naturgesetze kennt weiss Bescheid.