Anwendungstipps

18. November 2018 15:58; Akt: 18.11.2018 15:58 Print

So wird der Nasenspray nicht zur Keimschleuder

Wer Nasenspray zu lange nutzt, kann abhängig werden. Doch auch bei kurzzeitiger Anwendung kann einiges schieflaufen. Sogar krank machen kann er.

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Winterzeit ist Erkältungszeit. Die wohl unangenehmste Begleiterscheinung: die ständig verstopfte Nase. Verantwortlich dafür sind die Nasenschleimhäute. Einerseits produzieren sie jede Menge Schleim, andererseits schwellen sie stark an. Mitunter sogar so sehr, dass das Atmen durch die Nase kaum mehr möglich ist. Vor allem nachts kann das problematisch sein. Abhilfe versprechen Nasensprays. Sie sorgen dafür, dass sich die Blutgefässe in der Nase zusammenziehen und wieder abschwellen. Zu oft oder zu lange sollte man sie aber nicht verwenden, sonst kann sich die Wirkung der eigentlich abschwellenden Substanzen ins Gegenteil verkehren und das Problem sogar noch verstärken. Denn nach einigen Stunden kommt es zum sogenannten Rebound-Effekt, und die Nasenschleimhaut schwillt erneut an. Dabei ist der Effekt umso stärker, je häufiger man zuvor Nasenspray genutzt hat, Deshalb sollte man die Sprays auch nicht länger als ein paar Tage nehmen. Nach rund einer Woche setzt nämlich bereits der Gewöhnungseffekt ein. Ein weiterer Fehler, der häufig begangen wird, ist, den im Jahr zuvor angebrochenen, aber nicht aufgebrauchten Nasenspray weiterhin zu verwenden. Das Problem dabei: Der Spray könnte mittlerweile von Keimen besiedelt sein. Aber auch nagelneue Nasensprays können zu Keimschleudern mutieren, wissen Ärzte. Und zwar, wenn die Erreger aus der Nase in das Fläschchen gelangen. Dies kann passieren, wenn man den Spray nach einem Sprühstoss nicht ganz aus der Nase zieht, bevor man erneut sprüht. Um eine Infektion aus der Sprayflasche zu vermeiden, empfehlen Mediziner, den Spray zusammengedrückt zu lassen und so aus der Nase zu ziehen. Erst wenn er draussen ist, soll man ihn dann loslassen. So wird verhindert, dass der Spray in der Nase Keime ansaugt. Noch besser wäre es, den Spray nach jedem Gebrauch mit einem sauberen Tuch abzuwischen und erst dann die Kappe wieder aufzusetzen. So gewappnet, dürfte einer ruhigen Nacht nichts im Wege stehen.

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Was ohne Rezept zu kaufen ist, kann nicht heikel sein. So denken viele Menschen – auch und vor allem über Nasensprays, denn die sind nicht nur frei erhältlich, sondern auch einfach zu handhaben: den Stutzen ins Nasenloch schieben, sprühen, fertig. Was will man da schon gross falsch machen?

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Doch genau das ist möglich. Welche Fehler am häufigsten passieren und wie Sie sie umgehen, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke. Wie Sie sich eine Erkältung vom Leib halten können, verrät die folgende Bildstrecke:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerda am 18.11.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Salzwasser ist leider gratis

    Nase mit Salzwasser spühlen ist effektiver, kostet nichts und greift die empfundlichen Nasenschleimhäute nicht an. Aber die Pharma verdient halt nicht. Salzwasser gurgeln ist übrigens auf für Halsschmerzen eines der besten Mittel. Salz tötet Bakterien ab. Da es gratis ist wird es kein Arzt empfehlen.

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  • a women am 18.11.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    Geht nicht mehr lange und wir können nebst dem codeinhaltigen Hustensaft, auch den Nasenspray nur noch mit Rezept kaufen. Kaufe Nasenspray fast nur noch in DE, sry. Aber ich zahl lieber 2, anstelle von 10.80Chf. Tipp: zum Sprayabgewöhnen hilft viel Inhalieren.

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  • BRUMMPÄNGLI am 18.11.2018 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sucht

    damit aufhören geht am besten wenn man erst nur ein Nasenloch entzieht :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brun Nick am 18.11.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Emser Salzsühlung

    Ich hatte Jahre lang bei Schnupfen Otrivin benutzt,bis mir ein Arzt dies dringend abgeraten hat. Seither benütze ich nur noch das Emser Salz und spühle die Nase 2 mal täglich. Unglaublich was so ein einfaches Mittel für Wirkung hat.Nach 2 Tagen, ohne Nebenwirkung ist meistens alles vorbei. Ausprobieren ,kostet wenig und wirkt bestimmt

    • Laura am 20.11.2018 00:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Brun Nick

      Es geht noch günstiger. Meerwasserspray von Aldi

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  • Studiosus am 18.11.2018 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Alles ist relativ

    Schon Paracelsus, der grosse medizinische Gelehrte, erkannte, dass eigentlich alles Gift sei, aber es komme auf die Dosis an. Dass banale Salzwasser-Nasensprays in einer typischen Schweizer Apotheken-Kette 12.80 kosten, bei Aldi Suisse die gleiche Menge hingegen einen Bruchteil davon, das sollte einem zu denken geben. Soviel zur Relativitätstheorie.

  • anti nasenspray am 18.11.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt aber warum?

    Warum und wieso wird den das verkauft? lieber Salzwasser.

  • Muss nicht Arzt sein um das zu wissen am 18.11.2018 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nasensprays können schädlich sein

    Nasenspray kann häufig angewendet und Absterben der Nasenschleimhaut führen. Es ist daher zu empfehlen ein Nasenspray auf Salzbasis zu kaufen, da diese weniger schädlich sind und erst noch günstiger.

    • Prince am 18.11.2018 20:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Muss nicht Arzt sein um das zu wissen

      Dazu brauchst du nicht mal einen Spray, sondern du kannst dir Salzsole reinpfeiffen. Mit Salzsole kann man ALLES neutralisieren. Ja und man kann sich darüber informieren. ;-)

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  • Gerda am 18.11.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Salzwasser ist leider gratis

    Nase mit Salzwasser spühlen ist effektiver, kostet nichts und greift die empfundlichen Nasenschleimhäute nicht an. Aber die Pharma verdient halt nicht. Salzwasser gurgeln ist übrigens auf für Halsschmerzen eines der besten Mittel. Salz tötet Bakterien ab. Da es gratis ist wird es kein Arzt empfehlen.

    • Norby Warhol am 19.11.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      So ein quatsch

      Interessante Behauptung. Komischerweise hat man mir im Spital genau das empfohlen: mit Salzwasser gurgeln.

    • Gerda am 19.11.2018 09:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Norby

      ... oh Sie haben den letzten guten Arzt getroffen oder war es doch eine Krankenpflegerin mit einem guten Herz.

    • Frau Holle am 19.11.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      Besser meine Grossmutter fragen

      Für diesen Tipp müssen Sie aber nicht ins Spital. Ich habe immer Salz zuhause.

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