Epidemie

16. Februar 2009 08:01; Akt: 16.02.2009 10:03 Print

Obligatorisches Impfen soll Masern ausrotten

Herber Schlag gegen alternative Impfgegner: Der Vorstand der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz greift jetzt zur Ultima Ratio und will wegen der besorgniserregenden Lage bei der Verbreitung von Masern ein Impfobligatorium prüfen.

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In Übereinstimmung mit den Zielsetzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt die GDK das Ziel an, die Masern auszurotten, wie sie am Montag mitteilte.

Sie ist deshalb bereit, sich zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) dafür einzusetzen, dass innerhalb nützlicher Frist alle «angemessenen und nötigen Mittel im Hinblick auf eine entsprechende Zielerreichung eingesetzt werden.»

Eine Voraussetzung dafür sei eine ausreichend hohe Durchimpfrate von 95 Prozent der Bevölkerung. Um diese zu erreichen, seien zusätzliche Anstrengungen erforderlich.

«Falls sich erweisen sollte, dass mit allen anderen praktikablen Massnahmen dieses Ziel nicht erreichbar ist, müsste aus Sicht des Vorstandes der GDK auch die Einführung eines Masern-Impfobligatoriums in der Schweiz ernsthaft geprüft und ins Auge gefasst werden», schreibt die GDK weiter.

(sda)