Schwangerschafts-Verhütung

11. Juni 2010 16:27; Akt: 11.06.2010 16:27 Print

Pille: Vorsicht bei Zeitverschiebung

Die Gefahr, ungewollt schwanger zu werden, ist während der Ferienzeit besonders hoch: Das Reisen durch verschiedene Zeitzonen lässt die rechtzeitige Einnahme der Pille schnell in Vergessenheit geraten.

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Die Pille vergessen? Durch die Zeitverschiebung auf Reisen kann das schnell passieren.
(Bild: Colourbox)

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«Um die Hormonspiegel und damit den Empfängnisschutz aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, die Pille möglichst weiter im Abstand von 24 Stunden einzunehmen. Ansonsten kann es zu Abbruchblutungen kommen und natürlich dazu, dass die Verhütung durch die Pille nicht mehr gegeben ist», sagt der Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Klaus König.

Bei längerer Vorausplanung ist es möglich, sich noch zu Hause auf die neue Zeit umzustellen, damit man im Urlaubsland nicht in der Nacht den Wecker stellen muss. Wie gross das Zeitfenster ist, in dem eine Pilleneinnahme noch sicheren Verhütungsschutz bietet, hängt von der Art des Präparates ab: Bei der Minipille mit den Hormonen Östrogen und Gestagen kann die Einnahme um bis zu zwölf Stunden verschoben werden, ohne dass deren Sicherheit beeinträchtigt wird.

«Die Minipille, die lediglich gestagenhaltig ist, lässt weniger Spielraum. Bei ihr darf die Einnahmezeit nicht länger als drei Stunden vom 24-Stunden-Rhythmus abweichen», erläutert der niedergelassene Frauenarzt aus Steinbach im Taunus. Frauen sollten am besten mit ihrem Gynäkologen besprechen, wie sie sich verhalten sollen. Möglich sind auch andere Verhütungsmöglichkeiten wie beispielsweise das Hormonpflaster, der Verhütungsring oder eine Spirale. Wurde die planmässige Einnahme der Pille versäumt, bieten zusätzliche Verhütungsmassnahmen wie Kondome Sicherheit.

(ap)