Computer sei Dank

22. Dezember 2011 21:02; Akt: 22.12.2011 21:36 Print

Prothesen optimal berechnen

von Martina Huber - Computermodelle könnten helfen, für Patienten optimal angepasste Prothesen herzustellen. Das hat eine Forschergruppe des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) gezeigt.

storybild

Ein rekonstruiertes Becken. Foto: mediateam.ch

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Rekonstruktionen des Beckens nach einem Tumor sind noch immer ein ungelöstes Problem», sagt Projektleiter Andreas Krieg, Leiter des Knochen- und Weichteiltumorzentrums der Universität Basel.

Entfernt man wegen eines Tumors Teile des Beckens, muss man entweder einen Spenderknochen finden – oder aber das entfernte Stück als Prothese rekonstruieren. Dazu wird bis heute einfach die gesunde Hälfte des Beckens gespiegelt. Diese Methode führt aber oft zu einem ungenauen Implantat, denn das Becken ist von Natur aus nicht symmetrisch.

Nun sollen Computer helfen, die anatomisch korrekte Form zu rekonstruieren. Dazu haben Informatiker des UKBB um
Zdzislaw Krol mehrere hundert Beckenknochen eingescannt. Anhand dieser Daten kann dann ein spezielles Computerprogramm für jeden Patienten ein Beckenimplantat errechnen, das optimal zum noch vorhandenen Becken passt. Laut Krol können Tumorpatienten schon bald davon profitieren: Das Forschungsprojekt stehe kurz vor dem Abschluss, ein Industriepartner sei bereits gefunden.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.