Fatburner

01. Mai 2011 10:15; Akt: 01.05.2011 10:15 Print

Scharf macht schlank

Wer abnehmen will, sollte sich feurige Mahlzeiten gönnen: Dass Chili den Gewichtsverlust unterstützt, wurde jetzt wissenschaftlich belegt.

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Schlank werden und vor allem bleiben kann nur, wer bei der Nahrung auf ein vernünftiges Verhältnis zwischen pflanzlichen, stärkehaltigen und eiweisshaltigen Lebensmitteln achtet. In den Speiseplan gehören Gemüse, Salate, mageres Eiweiss, Vollkornprodukte und Früchte. Ananas enthält das Enzym Bromelain. Ihm wird nachgesagt, die Verstoffwechslung von Fett im Körper anzuregen. Toll, wäre da nicht die Magensäure, die den grössten Teil der aufgenommenen Enzyme zerstört. Das gleiche Schicksal droht dem in Papaya enthaltenen Papain. Es verfügt über ähnlich positive Eigenschaften wie das Enzym Bromelain. Nahrungsergänzungspräparate in Form von Tabletten oder Pülverchen können eine gesunde und ausgewogene Ernährung normalerweise nicht ersetzen. Die eben genannten Enzyme bilden hier eine Ausnahme. In Form von magensaft-resistenten Tabletten eingenommen, überstehen Bromelain und Papain die Säureattacke und gelangen so bis in den Darm. Bromelain hat noch etwas für sich: es wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Auch das in Kaffee enthaltene Koffein soll den Fettstoffwechsel anregen. Das Problem: man müsste Unmengen an Kaffee trinken um vom positiven Effekt des Koffeins profitieren zu können. Drei Tässchen am Tag reichen da bei weitem nicht aus. Ohnehin ist zu viel Kaffee sehr ungesund - je nach gesundheitlicher Verfassung sogar gefährlich (Bluthochdruck). Selbst bei gesunden Menschen kann eine Überdosierung zu Herzrasen, Schweissausbrüchen oder Zittern führen. Grüner Tee enthält ebenfalls Koffein. Das Getränk ist - in vernünftigen Mengen genossen - aber durchaus gesund. Er soll sogar helfen, Krankheiten wie Krebs vorzubeugen. Vorsicht bei angeblich schlankmachenden Pülverchen oder Tabletten. Mittelchen, die künstliche Wachstumshormone enthalten, helfen zwar, das Fett zum Schmelzen zu bringen. Die vor allem bei Kraftsportlern beliebten Präparate sind gesundheitlich bedenklich und bergen zahlreiche Nebenwirkungen. Aus diesem Grund sind diese Produkte in Europa nicht zugelassen. Unbedingt viel trinken. Nein, damit ist natürlich nicht Alkohol gemeint: Täglich zweieinhalb bis drei Liter Wasser oder ungesüsster Tee sollten es schon sein, damit der Stoffwechsel in Gang kommt. Anschauen erlaubt, essen? Nee, lieber nicht - jedenfalls nicht, wenn Sie lästige Fettpölsterchen verlieren wollen. Zu den «Fettbringern» gehören neben Torten auch andere Speisen mit viel Rahm, fette Käsesorten wie Mascarpone oder Emmentaler, Mayonnaise, Schweineschmalz, Speck, Salami, Leberwurst, Cervelat, Fleischkäse, zuviel Backwaren, Süssigkeiten, Chips, Nüssli, Alkohol und Softgetränke - um hier nur einige zu nennen.

Mit diesen Nahrungsmitteln lässt sich - wenn auch in begrenztem Ausmass - der Fettstoffwechsel ankurbeln.

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Chilipulver im Essen kann den Appetit zügeln und den Kalorienverbrauch erhöhen. Das haben Forscher der Purdue University im US-Staat Indiana herausgefunden. Wie sie in der Zeitschrift «Physiology & Behavior» berichten, hatten sie 25 Menschen Mahlzeiten mit oder ohne Cayennepfeffer, einer Chili-Sorte, zu sich nehmen lassen sowie deren Körpertemperatur und Kalorienverbrauch gemessen. Dabei stellten sie fest, dass Chili die Temperatur und den Kalorienverbrauch erhöht, vor allem bei Menschen, die sonst nur unregelmässig Chili essen. Ausserdem nahm unter diesen Probanden der Hunger auf fettige, salzige und süsse Nahrung ab. «Auch kleine Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten wie das Würzen mit Chili können langfristig vorteilhaft sein», sagt Richard Mattes von der Purdue University.


(ap)