Ruhedefizit

11. Februar 2011 11:20; Akt: 11.02.2011 13:27 Print

Schlafmangel - eine tickende Zeitbombe

Wer regelmässig weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, setzt sich gravierenden gesundheitlichen Risiken aus. Das Ruhedefizit kann sogar zum Tode führen, wie eine Langzeitstudie belegt.

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Chronischer Schlafmangel hat gravierende Folgen für die Gesundheit. Wer regelmässig pro Nacht weniger als sechs Stunden schläft, hat ein um fast 50 Prozent erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und Infarkt. Das Schlafdefizit steigert einer Studie zufolge auch die Schlaganfall-Gefahr um 15 Prozent. Der derzeitige Trend, nachts spät zu Bett zu gehen und morgens früh aufzustehen, gleiche einer tickenden Zeitbombe, warnt Studienleiter Francesco Cappuccio von der englischen Universität Warwick.

Krank und übergewichtig

Die Forscher hatten die Schlafdauer von 470 000 Menschen aus acht Ländern untersucht und danach die Entwicklung der Teilnehmer über einen Zeitraum von sieben bis 25 Jahren verfolgt. Chronischer Schlafmangel fördere die Produktion von Hormonen und Stoffen, die Blutdruck und Cholesterinspiegel erhöhen, zu Übergewicht beitragen und das Infarkt- und Schlaganfall-Risiko steigern, erläutern die Forscher im «European Heart Journal». Wer sieben Stunden schlafe, bewahre seine Gesundheit und beuge chronischen Erkrankungen vor. Cappuccios Rat: «Sorgen Sie für den benötigten Schlaf, um gesund zu bleiben und länger zu leben.»

(ap)