Ehec oder nicht?

16. Juni 2011 11:15; Akt: 16.06.2011 13:37 Print

Sechs Kinder in Frankreich erkrankt

Im Norden Frankreichs erlitten mehrere Kinder eine E.-coli-Infektion. Derzeit wird überprüft, ob der gefährliche E.-coli-Typ EHEC für die Infektionen verantwortlich gemacht werden muss.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nachdem sie Hacksteaks des Grossverteilers Lidl gegessen hatten, erkrankten sechs Kinder im nordfranzösischen Lille an einer E.-coli-Infektion.

Die Kinder, von denen das jüngste eineinhalb Jahre alt ist, befinden sich der französischen Gesundheitsbehörde ARS zufolge nicht in Lebensgefahr. Mit dem akut in Deutschland grassierenden EHEC-Ausbruch soll die Erkrankung jedoch nichts zu tun haben.

Der Hersteller Saint-Dizier, der Lidl mit den Hacksteaks belieferte, hat seine Fleischprodukte der Marke «Steaks Country» bereits zurückgerufen. Um weiteren Erkrankungen vorzubeugen, warnt Lidl in den Filialen vor Fleisch, dessen Haltbarkeit im Mai 2012 abläuft. Auch eine Hotline wurde eingerichtet.
«Die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden hat für uns Vorrang», sagte der Geschäftsführer von Lidl in Frankreich, Jérôme Gresland und betont, dass es noch keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und den vom Grossverteiler vertriebenen Fleischprodukten gebe. Der Hersteller erklärte der Nachrichtenagentur dpa, dass das beanstandete Rindfleisch aus Deutschland importiert worden sei. Er habe eine Rückrufaktion angeordnet.

In Deutschland und Schweden sind bislang 30 Menschen am mutierten und ungewöhnlich aggressiv auftretenden E.-coli-Bakterium EHEC gestorben. Quelle des Erregers sind offenbar Sprossen, die von einem Landwirtschaftsbetrieb im norddeutschen Bienenbüttel stammen.

(rre)