Hirntumor-Risiko

22. Oktober 2011 19:37; Akt: 23.10.2011 20:40 Print

Sie sind Allergiker? Freuen Sie sich!

Lästig sind sie, einige können uns sogar gefährlich werden: Allergien machen uns - je nach Ausprägung und Art - das Leben schwer. Jetzt fand man heraus: Sie können auch Vorteile haben.

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Im Teppich fühlen sich Milben besonders wohl. Deshalb sollten Allergiker in ihren Wohnräumen auf einen glatten, abwaschbaren Bodenbelag achten. Duvets und Kissen sind wahre Milbennester: Tauschen Sie sie gegen spezielle Bettwaren für Allergiker ein (Duvets, Kissen, Bettwäsche, Matratzen bzw. Matratzenbezüge). Matratzen regelmässig mit Anti-Milbenspray (Bio) behandeln. Der Spray verhindert die Nahrungsaufnahme der Tiere - er lässt sie «verhungern». Für Milbenkot-Allergiker eignen sich besonders Ferien auf über 1200 Meter ü. M. oder Urlaub direkt am Meer. Dort sind sie - normalerweise - vor einer Milbeninvasion sicher. (Bild: pixelio.de) Trotzdem: Ein milbendichter Schlafsack (Bild: proidee.ch) sollte unbedingt mit ins Gepäck. Bücher sind etwas Wunderbares - doch in offenen Regalen haben sie in Allergiker-Haushalten nichts verloren: Bunkern Sie Ihre Heimbibliothek in gut verschliessbaren Glasvitrinen. Auch von Kleinkram sollten Sie sich verabschieden. Vorhänge sind wahre Staubfänger: Tauschen Sie sie gegen leicht zu reinigende Jalousien aus. Aber auch hier gilt: Lieber oben lassen und nur selten benutzen, denn zwischen den Lamellen sammelt sich der Schmutz an. (Bild: pixelio.de) Wer gegen Reinigungschemikalien allergisch ist, sollte es mit einem Dampfreiniger versuchen: Auch ohne Putzmittel lassen sich so Schmutz, Keime, Viren und Pilze wirksam und umweltschonend entfernen. Zwar ist trockene Luft ein Staubbeschleuniger: Doch Hausstaub-Milben entwickeln sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent besonders gut. Ein Wert um die 50 Prozent ist ok. Ein feuchtes und warmes Klima ist Ideal für Hausstaubmilben: Deshalb ist regelmässiges Lüften der Wohnräume ein Muss. Tischdecken absorbieren den Staub - deshalb sollten diese Stuben-Dekorationen sehr selten oder gar nicht zum Einsatz kommen. (Bild: pixelio.de)

So wird Ihr Zuhause zu einer (fast) allergenfreien Zone.

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Eine Untersuchung britisch-amerikanischer Forscher stützt die These, wonach Allergiker seltener an einem Hirntumor erkranken. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit einem leicht erhöhten Spiegel des Immunglobulins E (IgE) im Blut ein deutlich geringeres Hirntumor-Risiko haben, nicht aber Menschen mit einem sehr hohen IgE-Spiegel. IgE ist ein Antikörper, der an vielen Allergien beteiligt ist.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von mehreren zehntausend Menschen aus, die an vier grossangelegten Gesundheitsstudien in den USA teilgenommen hatten. Worin genau der Zusammenhang zwischen Allergie und Hirntumor-Risiko besteht, welche Rolle das IgE spielt, soll in weiteren Studien untersucht werden, wie die Forscher im «Journal of the National Cancer Institute» schreiben. An der Arbeit waren Wissenschaftler unter anderem des Imperial College in London, der Harvard-Universität und der Brown-Universität in Providence im US-Staat Rhode Island beteiligt.

(ap)