Frühjahrsmüdigkeit

21. März 2011 18:22; Akt: 21.03.2011 18:22 Print

So starten Sie fit in den Frühling

Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, während der körpereigene Rhythmus nur schwer in die Gänge kommt. Diese Tipps machen Sie schnell fit und munter.

Bildstrecke im Grossformat »
Nach den dunklen Morgenstunden im Winter weckt uns das Sonnenlicht im Frühjahr zeitiger. Richten Sie Ihren Tagesrhythmus danach: Stehen Sie möglichst früh auf und gehen Sie abends dafür früher zu Bett. Wichtig ist, dass man diesen Schlaf-Wach-Rhythmus konsequent beibehält. Gönnen Sie sich so viel Licht wie möglich. Licht gehört zu den Faktoren, die den Spiegel des Gute-Laune-Hormons Serotonin erhöhen. Wenns draussen grau und dunkel ist, können Sie mit einer Lichttherapie-Lampe nachhelfen. Warum wir unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vermutlich spielen unter anderem Faktoren wie die wetterbedingte Umstellung von kalt auf warm eine Rolle. Um diesen «Temperaturschock» besser verkraften zu können, hilft Bewegung. Joggen, Velofahren oder Spazierengehen an der frischen Luft stärken das Immunsystem. Der schlappe Kreislauf lässt sich morgens mit Wechselduschen in Schwung bringen. Zuerst mit warmem Wasser beginnen, danach wenige Sekunden kalt abduschen. Den Guss mit dem rechten Fuss am Bein entlang nach oben beginnen (von innen und von aussen) ... ... Danach mit dem linken Bein fortfahren. Das Prinzip von der rechten Hand aus zum Oberarm wiederholen, den Vorgang danach auf der linken Seite fortführen. Wichtig: Kühles, nicht eiskaltes Wasser verwenden. Es folgt eine kurze warme Dusche. Die Wechseldusche immer mit einem kalten Duschgang beenden. Frisch geduscht geht es mit einem vitaminreichen Frühstück weiter: Ein Müesli mit Früchten, frisch gepresste Säfte und Kräutertee wecken die Lebensgeister. Auto oder Regenschirm? Regenschirm! Lassen Sie sich durch schlechtes Wetter nicht die Laune vermiesen: Legen Sie wenigstens eine kurze Strecke des Arbeitsweges zu Fuss zurück. Hamburger und Pommes frites in der Kantine? Gönnen Sie sich lieber ein gesundes Mittagessen - zum Beispiel einen Gemüseteller oder einen leckeren Salat. Vielleicht fühlen Sie sich wohler, wenn Sie anstatt drei grosser Portionen über den Tag verteilt fünf kleinere zu sich nehmen. Damit entlasten Sie Ihre Verdauung. Geniessen Sie einmal die Woche nach der Arbeit einen Besuch in der Sauna. Der Aufenthalt im Schwitzkasten stärkt das Immunsystem, entspannt und hilft somit, dem Alltagsstress zu entfliehen.

Frühjahrsmüdigkeit? Für Sie kein Problem, wenn Sie sich an diese Tipps halten.

Fehler gesehen?

Die Vögel zwitschern, die Blumen blühen und wir fühlen uns – dem Frühlingserwachen zum Trotz – schlapp. Statt sich über die frühe Morgensonne zu freuen, würden wir lieber noch zwei, drei Stündchen länger schlafen. Diagnose: Frühjahrsmüdigkeit!

Was die Frühjahrsmüdigkeit auslöst, konnte bislang nicht vollumfänglich geklärt werden. Für Mediziner der Landesärztekammer im deutschen Bundesland Hessen sind vor allem drei Faktoren an der einsetzenden Antriebslosigkeit im Frühling verantwortlich: Unsere Hormone, die Helligkeit und der Stoffwechsel.

Kampf der Hormone

Während der Wintermonate sind die Tage kürzer – wir bekommen deutlich weniger Licht. Dadurch wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin angekurbelt. Das sorgt zwar für einen erholsamen Schlaf, macht uns tagsüber aber müde und behäbig. Werden die Tage länger, nimmt die Netzhaut der Augen wieder vermehrt Licht auf. Der Körper goutiert das mit der Bildung des Gute-Laune-Botenstoffs Serotonin. Er macht uns wach und fit.

In der Übergangsphase von Winter auf Frühling und dem Wechsel zwischen kalten und warmen Wetterperioden, kann sich das Serotonin noch nicht so richtig behaupten. Bis das Serotonin das Regime übernimmt, zwingt uns das Melatonin weiterhin aufs Sofa.

Sonne: verzieh dich!

Es werde also Licht! Doch die Erleuchtung hat auch Tücken – insbesondere, wenn sie uns am frühen Morgen überrascht: Die Sonne weckt uns jetzt zeitiger als gewohnt. Es entsteht ein Schlafdefizit, das der Körper nur schwer verkraften kann.

Frühlingsgefühle wollen sich auch bei unserem Stoffwechsel nicht so recht einstellen. Wenig verwunderlich, denn gerade im Winter neigen wir eher dazu, fettreich und ungesund zu essen. Abgesehen davon, dass wir mit den überflüssigen Pfunden keine gute Figur machen: die Lebensweise der vergangenen Monate macht uns träge und lustlos. Die Verdauung ist mit dem, was sie über die Wintermonate zu verwerten hatte, überfordert.

Was Sie tun können um dem Dreigestirn der Antriebslosigkeit kontra zu geben, zeigt die Bildstrecke oben.



(rre)