Schlechte Aussichten

08. November 2019 22:48; Akt: 08.11.2019 22:48 Print

Die Kaiserpinguine sind vom Aussterben bedroht

Schaffen es die Menschen nicht, die Erwärmung des Klimas zu begrenzen, sieht es für Kaiserpinguine schlecht aus. Sie drohen auszusterben.

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Wenn die Erderwärmung mit derzeitigem Tempo voranschreitet, könnten Kaiserpinguine einer neuen Studie zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts fast ausgestorben sein. Bis 2100 würde ihre Zahl dann um 86 Prozent abnehmen, so Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) in einer Mitteilung.

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Kaiserpinguine können bis zu 130 Zentimeter gross werden und leben in Kolonien auf dem Packeis in der Antarktis. Das Meereis dient den Pinguinen unter anderem als Plattform von der aus sie nach Nahrung tauchen und als Fluchtort vor Feinden. Es beeinflusst zudem die Menge Krill (Leuchtgarnelen) und ist daher wichtig für die Nahrungskette der Vögel. Packeis ist durch den Klimawandel allerdings immer stärker vom Schmelzen bedroht.

Jedes Grad zählt

Das Team um Jenouvrier nutzte und entwickelte verschiedene Computermodelle zur Projektion der Zukunft des Packeises und der Kaiserpinguine.

Ergebnis: Wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden kann – wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen – würden nur rund fünf Prozent des Packeises schmelzen und die Zahl der Pinguinkolonien um rund 19 Prozent sinken. Derzeit gebe es 54 bekannte Kolonien (siehe Video unten).

Wenn die Erderwärmung lediglich auf 2 Grad begrenzt werden kann, würden fast 15 Prozent des Packeises schmelzen und rund ein Drittel der derzeit existierenden Pinguinkolonien verschwinden.

Ohne Veränderung keine Hoffnung

Gehe die Erderwärmung aber so weiter wie derzeit, dann würde die Zahl der Kolonien um 80 Prozent sinken, die Zahl der Pinguine sogar um mehr als 80 Prozent, schreiben die Forscher im Fachjournal «Global Change Biology» vom Donnerstag. «In diesem Szenario laufen die Pinguine effektiv ihrem Aussterben entgegen», sagte Jenouvrier.

Die Temperatur macht den Unterschied, wie das Video zeigt. (Video: WHOI)

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • .::A.K::. am 08.11.2019 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Düstere Zukunft

    Die Kaiserpinguine werden bei weitem nicht die einzigen sein, denen das Aussterben droht :-(

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  • Pan Tau am 08.11.2019 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird nicht das letzte Tier sein

    Und ? Es wird nicht das letzte Tier sein das ausstirbt. Solange die Menscheit Geldgierig, Besitzgierig und Egoistisch ist, bleiben am Schluss nur noch Kühe, Schweine und Hühner übrig, weil der Mensch diese zum Gebrauch züchtet. Am Schluss wird auch der Mensch aussterben, hoffe ich doch sehr, denn er ist das grösste Übel auf dieser Welt.

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  • Edmo am 09.11.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Gebetsmühle

    Und täglich grüsst der Weltuntergang.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ferdy Meyer am 10.11.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kaiserpinguine vom Aussterben bedroht.

    Die Qualität vieler Leserbriefe lässt erahnen, mit was sich der Mensch derzeit am meisten beschäftigt. Ich hoffe, dass 5G die vom Gamen eh schon verbrutzelten Gehirne endgültig zu Asche verbrannt werden. Sie haben wirklich kein Leben auf unserem Planet verdient.

  • Stefan Meier am 10.11.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    War schon immer so

    Klimawandel gibt es schon seit milliarden von Jahren. Daher gibt es Warmzeiten und Eiszeiten. Offenbar gehen wir dem Ende einer Eiszeit entgegen. War schon immer so. Manche Tierarten verschwinden und andere kommen.

    • DidiWeidmann am 17.11.2019 18:38 Report Diesen Beitrag melden

      Klimakatastrophe nicht schönreden!

      Herr Meier, Mit dieser Argumentation könnte man jeden Mörder freisprechen, nach dem Motto "Menschen müssen immer sterben..." - es ist ein juristischer Unterschied, wenn eine Katastrophe durch Menschen herbeigeführt wird! - Und wenn Sie (und ihre intellektuell wohl ziemlich zurückgebliebenen Liker) es noch nicht realisiert haben: Wir stehen nicht einfach am Ende einer Eiszeit, sondern vor einem gewaltigen Artensterben und dem drohenden Zusammenbruch der gesamten Biosphäre. Wenn wir nicht ganz schnell handeln, dann steht der Menschheit unsägliches Leid bevor, das darf man nicht schönreden!

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  • Bruno am 10.11.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    System der angstmacherei

    Klimanotstand, klimakatastrophe, klima... Klima was auch immer, die eisbäre sterben aus... Und jetzt die Pinguine sterben. Keine einzige Prognose der letzten 30 Jahre dieser sog. Experten hat sich bewahrheitet. Wer sich von solchen angstszenarien das Leben vermiesen lässt dem empfehle ich als schnellterphie sofort mit dem atmen auf zu hören, denn wie jeder weiss atmen wir co2 aus. Also wer an solche Aussagen ernsthaft glaubt dem kann man jede Woche einen neue Bären aufbinden, die Medien wollen die Menschen gezielt verängstigten, denn ängstliche Leute sind einfacher zu kontrollieren.

  • Carmen am 10.11.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    halbe Wahrheit

    und wieviele Vogelarten sind durch die angeblich grünen, vogelschreddernden Windturbinen betroht?

    • 4K am 10.11.2019 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carmen

      Mehrere Millionen Vögel sterben pro Jahr durch Windräder. Interessant ist aber auch: Schätzungsweise 100 Millionen Vögel sterben jedes Jahr weil sie gegen Fensterscheiben fliegen.

    • Carola am 10.11.2019 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carmen

      Keine einzige Vogelart, ganz einfach.

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  • Lalala am 10.11.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Erkenntnis

    Auch die Eisbären wurden Totgesagt, mittlerweile sind sie bei bester Gesundheit und Population! Ich warte aber immer noch auf die Offiziellen Ergebnisse des CLOUD-Experiment, darauf werden wir wahrscheinlich noch lange warten müssen, da die UNO Cern die Veröffentlichung per Gerichtsbeschluss verbietet! Nur eine kleine Anmerkung darüber aus dem Beobachter:"Die bisherigen Berechnungen, auf denen die Klimamodelle zurzeit beruhen, stimmen demnach nicht. Sie müssen nun auf Basis der neuen Erkenntnisse Schritt für Schritt angepasst werden."

    • 4K am 10.11.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lalala

      Exakte Daten über die weltweite Zahl der weit in der Arktis verstreut lebenden Eisbären gibt es nicht, Forscher gehen von etwa 20.000 bis 25.000 Tieren aus. Die Behauptung, trotz des Klimawandels habe sich ihre Zahl in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht, ist aber sicherlich falsch. Sie basiert auf einer Schätzung, in den 1950/1960er Jahren habe es weltweit lediglich 5.000 Tiere gegeben diese Zahl aber war schon damals in der Fachwelt umstritten und wurde rückblickend als zu niedrig revidiert.

    • 4K am 10.11.2019 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lalala

      Was für ein Gerichtsbeschluss soll das sein? Die Ergebnisse wurden doch sogar im Nature Abgedruckt. Und weshalb sollten die Ergebnisse die aktuellen Klimamodelle grundlegend ändern? Sorry. Klingt mir sehr weit hergeholt.

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