Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

10. März 2011 13:16; Akt: 10.03.2011 13:51 Print

Test gegen tödliches Hirnleiden

Neuerdings kann der sogenannte Rinderwahn (BSE), der sich beim Menschen als Creutzfeld-Jakob-Krankheit bemerkbar macht, auch bei noch lebenden Personen nachgewiesen werden.

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Achtung: Am Ende dieser Bildstrecke werden Fotos eines menschlichen Gehirns gezeigt! Empfangen wurden die Besucher der Universität Irchel mit der Bilderausstellung «Life Science Art» Ein kunstvoller Blick hinter die Schale eines Hühnereis. Gerade beim Balancieren müssen die Bilder vom Gehirn blitzschnell - beispielsweise in die Hände - übertragen werden. Ein von Forschern der Uni Zürich entwickeltes Gerät setzt diesen Ablauf technisch um. Zwei Sensoren (einer an der x-, ein anderer an der y-Achse) leiten die Signale an die Plattform weiter, auf der der angespitzte Bleistift balanciert wird. Die Funktion menschlicher Neuronen (Nervenzellen) kann künstlich mittels elektronischer Neuronen nachempfunden werden. Ein Chip beinhaltet 2000 dieser künstlichen Neuronen. Vom Sinnesorgan zum Gehirn. Während der Brainfair 2009 mehr als reine Theorie. Wie Hirnströme sichtbar gemacht werden,... ...durften die Besucher am eigenen Leib - beziehungsweise Kopf - erfahren. Dieses Gerät kann für die Schulung der Motorik von Hirnverletzten genutzt werden. Natürlich blieb es auch hier nicht bei der blossen Theorie. Weiter gings zum Anatomie-Vortrag: Damit man folgen konnte, gabs für jeden Zuhörer leihweise eine Gehirnhälfte - aus Gummi. Der Dozent selbst verfügte neben seinem eigenen über ein weiteres, echtes Expemplar. Gehirn: Ohne dich wären wir aufgeschmissen! Das Kleinhirn: Zentrum unserer Motorik und Kern diverser Lernvorgänge. Prof. Oliver Ullrich erklärte seinen gebannt lauschenden Zuhörern das Zusammenspiel von Gehirn und Umwelt. Damit alles genau mitverfolgt werden konnte... ...gabs eine Liveübertragung via Bildschirm. Ganz Mutige durften zum Schluss des Vortrags... ...ein echtes menschliches Gehirn anfassen.

Einen Blick ins Gehirn gefällig? Bitteschön!

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Bislang konnte die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung erst nach dem Tod eines Menschen anhand von Untersuchungen des Hirngewebes festgestellt werden. Jetzt gelang es Forschern um Neena Singh von der Universität Case Western (Ohio), die Erkrankung auch bei lebenden Personen nachzuweisen. Die Resultate der dazugehörigen Studie wurden im Fachmagazin «PLoS ONE» veröffentlicht.

Die Wissenschaftler nutzen den Umstand, dass im Gehirn und im Rückenmark von Kranken die Menge eines für den Eisentransport zuständigen Proteins deutlich sinkt - und zwar lange vor dem Endstadium der Krankheit.

Die Proteinabnahme erlaube es mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zu diagnostizieren, erklärte Singh. Die Krankheit ist eine tödliche Degeneration des zentralen Nervensystems, die insbesondere das Gehirn angreift. Wie bei BSE wird dabei das Gehirn schwammartig zersetzt. Dieser Umstand führt schliesslich zum Tod.

(sda)