Ärztlich bestätigt

23. Juni 2015 14:10; Akt: 23.06.2015 14:17 Print

US-Teenager stirbt an der Pest

Was bisher vermutet wurde, ist nun offiziell bestätigt: Vor wenigen Wochen ist ein 16-Jähriger in den USA an der Beulenpest gestorben.

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Pest-Bakterien: Vereinzelt gibt es weltweit immer wieder Fälle. (Bild: PD)

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Die Gesundheitsbehörde in Denver im Bundesstaat Colorado hat offiziell bestätigt, dass der am 8. Juni plötzlich verstorbene Taylor Gaes tatsächlich der Pest zum Opfer gefallen ist. Das berichtet der US-Sender CBS. Wahrscheinlich hat sich der Jugendliche durch einen Flohbiss oder Kontakt zu einem toten Tier bakteriell infiziert, glauben Experten.

Auch wenn die Seuche als ausgerottet gilt – es infizieren sich weltweit immer noch vereinzelt Menschen mit der Beulenpest. Etwa in Asien, Afrika und Südamerika. Auch in den USA sterben jährlich immerhin sieben Menschen an der Seuche. In Europa ist die Pest dagegen ausgerottet. In Colorado ist Gaes' tragischer Tod der erste Pestfall seit 1999.

Pest-Erreger sind noch aktiv

Letztes Jahr machte eine Forschergruppe unter Beteiligung deutscher Wissenschaftler auf sich aufmerksam. Sie hatten aus einem Dutzend verschiedener Erreger-Varianten einen Stammbaum des Pest-Bakteriums gezüchtet. Das Team, das seine Ergebnisse im Fachblatt «The Lancet Infectious Diseases» veröffentlicht hat, glaubt, das manche Stämme nicht ausgerottet worden sind, sondern sich in manchen Teilen der Erde sogar etabliert haben.

Pest-Erreger könnten jederzeit erneut Pandemien verursachen, warnen die Autoren. Allerdings verweisen sie auch auf heute erhältliche Antibiotika gegen die Bakterien, so dass eine grosse Ausbreitung unwahrscheinlicher sei als früher.

Seuche hängt vom Klima ab

Warum manche Pest-Erreger verschwanden, beantworten die Forscher nicht. Ihre Vermutung lautet, dass Pandemien mit veränderten klimatischen Bedingungen zu tun haben. «Allen gingen Perioden aussergewöhnlichen Regens voraus», heisst es in dem Papier. Während des Mittelalters raffte die Pest rund ein Drittel der Bevölkerung Europas dahin.

Gaes' Asche wurde inzwischen auf der Familien-Ranch verstreut. Das örtliche Gesundheitsamt benachrichtigte vor der Beerdigung mehrere Hundert Trauergäste über die Todesursache des Jungen. Es bestand aber keine Ansteckungsgefahr, hiess es.

(cmr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Politsamer am 23.06.2015 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hygiene

    Während des Mittelalters gab es auch keine Kanalisation, die Europäer entleerten den Nachttopf auf die Strassen. Das beste Mittel ist Hygiene. Daher sollten gerade auch Öffentliche WCs immer Seife und Papierzücher zum Händetrocknen aufweisen.

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  • M. D. am 23.06.2015 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Pest ist nicht gleich Pest!

    Einfach nur Quatsch von wegen Hygiene und globale Erwärmung. Es gibt eine epidemische Form der Pest und eine ENDEMISCHE Form. Letztere wird durch Tierkontakt übertragen und es finden sich all Jahr ein paar Fälle in den USA, v.a. in New Mexico und Colorado. Wenn die Diagnose verpasst wird und nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, kanns schlimm Enden; ansonsten ist die Prognose sehr gut.

  • Mirjam Grossenbacher am 23.06.2015 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kalter Kaffee

    Es gibt an verschiedenen Orten der Welt noch Naturherde der Pest. Einer ist halt in den USA. Hier sind Nager betroffen. Also werden wir von Zeit zu Zeit mal wieder über einen Todesfall lesen können.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jojojo am 23.06.2015 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hhoo maann

    Viren da, Viren dort, Viren irgendwo in Afrika usw. Wann hören die auf? Wir sind Menschen und kein versuchs Kanichen.

  • Silvan am 23.06.2015 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    3kg Milch bitte

    @ivan Leider Nein. Das Gewicht von Flüssigkeiten ist Temperaturabhängig. Liter bleibt aber Liter.

    • Kein Fensterplatz am 24.06.2015 05:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Silvan

      Bei Temparaturschwankungen verändert sich die Dichte umd somit das Volumen. Wasser hat z.B. bei 4°C die höchste Dichte. Das Gewicht ändert sich dabei jedoch nicht

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  • Andi am 23.06.2015 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch logisch

    Katzen und Hunde zu essen welche bei 35 Grad unter freiem Himmel geschlachtet werden förden solche Krankheiten zusätzlich!

    • Roland am 23.06.2015 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      USA?

      Wo wird überall Katzen und Hunde gegessen? Ist China gleich die ganz Welt?

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  • R.Sutter am 23.06.2015 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Panik

    Meine Güte brecht nicht gleich in Panik aus mit euren Antibakteriellsprays. Die Pest war nie von der Erde verschwunden und wird es auch nie sein. Mutter Natur bunkert noch ganz andere Viren

  • Freier Mensch am 23.06.2015 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Aha, Deagel-Liste?

    Bevölkerungsprognose im Jahr 2025 in den USA minus 250 Mio. In der Schweiz minus 5 Mio. ->Selber googeln.