Dolch im Schädel

18. Februar 2011 12:41; Akt: 18.02.2011 15:05 Print

Vier Jahre lang mit Messer im Kopf gelebt

Jahrelang plagten einen Chinesen Kopf- und Ohrenschmerzen. Was die Ärzte bei einer Untersuchung dann entdeckten, liess ihnen den Atem stocken.

(Quelle: AP Video)
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Wegen seiner Ohrenschmerzen besuchte der Chinese Fu Li verschiedene Ärzte – keiner konnte ihm helfen. Erst als er sich im Spital in einen Computertomographen legte, kam die schreckliche Wahrheit ans Licht. In Fus Schädel steckte eine zehn Zentimeter lange Messerklinge. Dies berichtet das chinesische Staatsfernsehen CCTV.

Vor rund vier Jahren lieferte sich Fu eine handgreifliche Auseinandersetzung mit einem Dieb. Dieser habe ihm damals das Schneidewerkzeug in den Kopf gerammt. Seither litt der Chinese regelmässig an Kopfschmerzen, manchmal blutete er aus dem Mund und das Schlucken bereitete ihm Schwierigkeiten. Ausserdem bekam er eine heisere Stimme und es fiel ihm schwer, fliessend zu sprechen.

Keine sichtbare Wunde

Dass bisher keiner der Ärzte den Fremdkörper entdeckte, mag darauf zurückzuführen sein, dass Fu keine sichtbaren Wunden aufwies, vermutet Xu Wen, Leiter der Stomatologie des behandelnden Spitals gegenüber CCTV. Bislang sei noch nicht geklärt, wie der Mann so lange mit dem Messer im Kopf überhaupt überleben konnte, so Xu weiter. Der Patient hat sich seit dem Vorfall regelmässig Injektionen verabreicht, um die Schmerzen in Kopf und Ohren zu lindern.

Nach einer erfolgreichen Operation konnte die mittlerweile arg verrostete Dolchklinge endlich aus Fus Kopf entfernt werden. Der Patient sei glücklich darüber, dass die Klingen weder Hirnarterien noch wichtige Gesichtsnerven verletzt haben. Fu Li erholt sich nun im Spital.

(dga)